Wegberg: Keine Verkehrsanalyse zur Mittelachse

Wegberg : Keine Verkehrsanalyse zur Mittelachse

Wegberger Bauausschuss erklärt, dass er keine Notwendigkeit mehr zur Umsetzung der Mittelachse sieht.

Das Thema "Mittelachse" ist vom Tisch: Zuletzt war darüber diskutiert worden, ob die Stadt eine verkehrstechnische Untersuchung in Auftrag geben sollte, um zu prüfen, ob die sogenannte Mittelachse als neue Wegführung in die Wegberger Innenstadt eine ernsthafte Option sein könnte.

Nachdem Technischer Beigeordneter Frank Thies den Fraktionen nun mitgeteilt hat, dass eine solche Untersuchung viel Aufwand bedeutet und etwa 150.000 Euro kosten würde, hat sich der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Umwelt und Vergabe am Dienstagabend im Wegberger Rathaus mit den Stimmen der CDU, der Wählergemeinschaft Aktiv für Wegberg (AfW) und von Dr. Gerd Arndt (Grüne) mehrheitlich gegen die Untersuchung ausgesprochen und erklärt, dass er keine Notwendigkeit mehr zur Umsetzung der Mittelachse sieht.

Über die Mittelachse wird in Wegberg seit 50 Jahren diskutiert. Die Mittelachse beschreibt eine neue Straßenführung, die von Uevekoven aus über den Grenzlandring zwischen der heutigen Sportanlage an der Ophover Mühle und dem Ortsteil Gerichhausen in Richtung der Straße "Heidekamp" den Verkehr in die Wegberger Innenstadt führen soll. Die Mittelachse könnte vor allem für eine Entlastung der Maaseiker Straße am Schul- und Sportzentrum, der Kreuzherrenstraße und der Fußbachstraße sorgen. Zuletzt war dieses Thema im Zusammenhang mit dem Masterplan wieder aufgekommen, der als Zukunftsprojekt ein neues großes Baugebiet im Gerichhausener Feld ausweist.

Nachdem Baudezernent Thies die Fraktionen im Nachgang zur vergangenen Fachausschusssitzung über die absehbaren Kosten informiert hatte, erklärten SPD, FDP und Knut Müller von den Grünen, dass die Stadt keine Angebote zur Erstellung einer verkehrstechnischen Untersuchung einholen sollte. CDU, AfW und Gerd Arndt von den Grünen gingen noch einen Schritt weiter und beschlossen mehrheitlich, dass gänzlich auf weitere Untersuchungen verzichtet werden soll und sie keine Notwendigkeit mehr zur Umsetzung der Mittelachse sehen. Für den Vorschlag, Angebote für eine verkehrstechnische Untersuchung einzuholen, gab es nur zwei Stimmen. Diese kamen von der Fraktion "Die Linke" und den Freien Wählern. "Daten aus einer verkehrstechnischen Untersuchung zu haben, wäre auch als Basis für die Entwicklung des Masterplans sinnvoll", sagte Elke Höhne (Freie Wähler). Lediglich Angebote einzuholen, würde schließlich noch keine Kosten produzieren, argumentierte sie. Auch Detlef Kuhr (Die Linke) ist der Meinung, dass die Daten aus einer verkehrstechnischen Untersuchung zur Mittelachse notwendig sind für die künftige Entwicklung des Masterplans.

(hec)