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Karnevalslieder: Komm wir singen mit Georg Wimmers im Flachsmuseum Beeck im Februar 2019

Singen in Beeck : Jecke kölsche Tön’ im Flachsmuseum

Kräftig sangen die Besucher zur Live-Musik der Band „The Oldtimers“ beliebte Karnevalslieder mit. Zu Besuch war das Dreigestirn.

Als der Heimatverein Wegberg-Beeck die Mitsing-Reihe und damit das Singen von Karnevalsliedern vor einigen Jahren auflegte, betraten die Mitglieder Neuland. Daran erinnerte sich Klara Schlömer bei der diesjährigen Auflage im Flachsmuseum gut. Dann habe es sich schnell eingespielt und auch allgemein scheine das gemeinschaftliche Singen wieder moderner geworden zu sein. Fingen sie in Beeck ohne die Vergabe von Eintrittkarten an, ist dies heute undenkbar. Zu groß war ein Mal mehr die Nachfrage nach einem Sitz- oder Stehplatz, um beliebte Karnevalslieder in regionaler Mundart oder kölscher Sprache mitsingen zu können. Es kamen 150 Besucher zusammen, die von der Band „The Oldtimers“ live begleitet wurden.

Einen Höhepunkt stellte dabei der Besuch des Dreigestirns der KG „Flöck op“ und damit der Wegberger Regenten dar. Georg Wimmers sorge dafür, dass die alten Lieder noch in den Köpfen der Besucher sind, betonte Flöck-op-Präsidentin Sonja Opwis. Prinz Bernd II. (Heiss) stand ihr mit Zepter, Bauer Willi (Dohmen) mit Dreschflegel und von ranker und schlanker Figur Jungfrau Helene (Ralf Barten) mit Spiegel zur Seite. Viel Frauenpower habe in zugehöriger Crew Einzug gehalten, stellte der Prinz heraus: Neben Prinzenführer Thorsten Kappes waltet Penningsmeesterin Petra Dohmen ihres Geld einteilenden Amtes und sorgt die Ministerin für das Äußere, Waltraud Dohmen, dafür, dass alle schmuck durch die Session gehen. Etwas mit dem Dreigestirn und der Mühlenstadt sollte ihr Motto zu tun haben – den Song dazu hatte Reiner Gotzen eingespielt und den Text hatte Georg Wimmers geschrieben. Mit einem selbst komponierten Stück, das Georg Wimmers zu Ehren von Sitzungspräsidentin und Vorsitzendem Gerd Opwis komponierte, ging es dann stimmungsvoll weiter: Beide werden zukünftig in 2. Reihe weitermachen. Ebenfalls eine besondere Würdigung erhielt der amtierende Regent Bernd Heiss: Als langjähriges Mitglied des Beecker Heimatvereins und als dessen Botschafter erhielt er den goldenen Beecker Flachsorden.

Nach einigen Musikstücken wie „Dat es Heimot - Biäk“, die textlich ein wenig für einen regionalen Bezug geändert wurden und dem Auszug der Tollitäten stellte das Lied „Lott os senge“ (Georg Wimmers) den Start für weiteres gemeinschaftliches Singen dar. „Jeder sengt so joot hä kann“ hieß es darin ebenso wie „denn dat senge deht os joot“ und „möt falsche tüen do hammer nix am Hoot“. „Wir legen Wert darauf, dass die Stimmung stimmt“, betonte der Sänger auch passenderweise bei der Vorstellung der Bandmitglieder. Eine Konstellation von Sängerschar und Instrumentalisten, die eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre im Raum erzeugte.

Dabei unterstützten an die Wand projizierte Texte die bunt kostümierten Gäste dabei, die viele Strophen umfassenden großen Karnevalshits durchgehend und laut mitsingen zu können. So spielten im Hit „Jede Jeck is angisch“ etwa die Schwiejermotter (Schwiegermutter) oder Dauter (Tochter) eine Rolle oder besangen alle eine Nachbarin mit „Mir schenken d‘r Ahl e paar Blömcher“. Ebenso wenig durften „Echte Fründe“ der Kölschen Gruppe „De Höhner“ oder die „Bläck-Fööss“-Hymne an die Domstadt „Dat Wasser vun Kölle“ mit stehender Gesamtchoreografie fehlen.

Singen, schunkeln und tanzen waren an diesem Abend, an dem ebenfalls neuere Karnevalslieder wie von der Gruppe „Cat Ballou“ zu hören waren, angesagt.