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Wegberg: Kämmerer bereitet Nachtragshaushalt vor

Wegberg : Kämmerer bereitet Nachtragshaushalt vor

Weil es einen Liquiditätsengpass gibt, soll die Grenze für Kassenkredite auf 15 Millionen Euro steigen.

Wenn der geplante Etat nicht mehr eingehalten werden kann, muss die Stadtverwaltung neu rechnen und einen aktualisierten Etat - einen Nachtragshaushalt - aufstellen und vom Rat beschließen lassen. Weil ein Liquiditätsengpass droht, steht der Stadt Wegberg ein solches Etat-Update nun bevor. Damit die Stadt auch künftig alle ihre Rechnungen bezahlen kann, soll die Obergrenze der Kassenkredite von bislang zwölf Millionen Euro auf künftig 15 Millionen Euro erhöht werden.

Bei den Haushaltsberatungen 2013 hatte der Rat der Stadt Wegberg diese Erhöhung noch abgelehnt. "Negative Entwicklungen haben im Haushaltsjahr 2014 in der Finanzrechnung dazu geführt, dass die festgesetzte Obergrenze der Kredite für die Liquiditätssicherung (Kassenkredite) in Höhe von zwölf Millionen Euro erreicht wird", teilt die Stadtverwaltung nun mit.

Nach Darstellung der Stadtverwaltung ist aufgrund der derzeit bestehenden Liquiditätsengpässe eine Erhöhung der Obergrenze unerlässlich, da die Stadt Wegberg ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen muss und eine Überschreitung der bestehenden Grenze unzulässig ist. Die Verwaltung legt den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses deshalb am Dienstag, 11. November, in einer Sondersitzung den Entwurf einer Nachtragshaushaltssatzung vor.

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Die negative Liquiditätsentwicklung bei der laufenden Verwaltungstätigkeit resultiert nach Angaben der Wegberger Stadtverwaltung vor allem aus den Jahren 2011, 2013 und 2014. In den Jahren 2009 und 2010 war der Saldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit zwar positiv, aber nicht hoch genug, um den negativen Saldo aus der Investitionstätigkeit aufzufangen.

Kämmerer Hans Bertrams kündigt in der Beschlussvorlage für den Finanzausschuss an, dass in der kommenden Haushaltsplanung jegliche Sparmöglichkeit konsequent ausgeschöpft werden muss.

(hec)