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Wegberg: Junge musikalische Talente glänzen

Wegberg : Junge musikalische Talente glänzen

Der Wegberger Kulturförderkreis Opus 512 hat bereits zum zehnten Mal erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmern des Deutschen Tonkünstlerverbandes ein Konzertpodium geboten. Die Zuhörer waren von den Vorträgen begeistert.

Der "Deutsche Tonkünstlerverband" (DTKV) ist 1847 gegründet worden - in einer Zeit, als Franz Liszt und Clara Schumann in aufsehenerregenden Auftritten virtuose Klaviertechnik präsentierten. Und viele Menschen ihnen mit eigenem Spiel nachzueifern versuchten.

Heute ist der DTKV größter spartenübergreifender Berufsverband für Musiker in Deutschland, dem mehr als 8000 Mitglieder angehören. Dessen Bezirksverband Köln/Aachen organisierte im Dezember die traditionellen Auswahlspiele für den Nachwuchs zum 39. Mal. Einige der Preisträger ließen beim 10. "Jungen Konzertpodium" im Vincentiushaus auf Einladung des Kulturförderkreises "Opus 512" ihr großes musikalisches Können öffentlich hören. Es traten junge, begabte Musiker auf, die sich mit viel Fleiß für die Spiele qualifiziert hatten, betonte Opus-Vorsitzender Hans-Günther Scheulen, der ein weiteres Mal Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein im Publikum begrüßte. Teilgenommen hatten im hiesigen Bezirksverband 54 junge Musiker, darunter 43 Solobewertungen, ergänzte Moderatorin und Pianistin Christina Kugler.

Die Interpreten musizierten beim Konzert in Beeck mit "Boston"-Flügel ebenso wie mit Cello, Violine und Violoncello sowie Sopran-Singstimme. So hatte Margo Louisa Funk (Cello, 12 Jahre) das Larghetto der "Sonatina für Violoncello und Klavier" von Pal Jardanyi ausgewählt. Mit vorwiegend tiefen Tönen, im langsamen Tempo gestrichen, erfüllte sie den Saal. In die Fußstapfen großer Pianisten hatte sich unter anderem David Leonhard Danklmayer (12) begeben: Er führte drei Stücke auf, mit denen er die Qualitäten des Flügels als Soloinstrument erstmals zur Geltung brachte. Später lieferte Anna Lisha Jung (14 Jahre) ebenfalls eine eindrucksvolle Leistung auf dem Konzertflügel ab - sie sprang spontan für erkrankte Teilnehmer ein. Zusammen mit Bruder David (Violine, 13) hatte sie da bereits vor allem für den sehr dynamisch interpretierten 2. Satz aus Edvard Griegs "Sonate für Violine und Klavier" viel Beifall erhalten. Auf den Spuren des großen "Teufelsgeigers" Niccoló Paganini befand sich Juliana Catriona Laenger (11) mit dessen Stück "Caprice op. 1 Nr. 21": Bei ihr stand zunächst die Leidenschaftlichkeit des Vortrages im Mittelpunkt, bevor sie mit technischer Finesse die schnellen Noten meisterte. In einer Besetzung, für die die nachfolgenden Beiträge komponiert wurden, traten Sarah Schumacher (Sopran, 18), Anna Lisha Jung (Klavier, 14), Juliana Catriona Laenger (Violine, 11) und Margo Louisa Funk (Violoncello, 12) nach vorne. Sie unterhielten bestens mit Arrangements aus Joseph Haydns "Zwölf Schottische Lieder" oder Ludwig von Beethovens "25 Schottische Lieder".

Mittels Instrumental-Musik und zauberhaftem Gesang holten die Vier Lebenskulturen anderer Länder in Form von Melodien und Texten nach Beeck. Ein weiterer Auftritt, dem viel Aufmerksamkeit und Beifall geschenkt wurden.

(cole)