Wegberg: Junge Experten präsentieren ihr Wissen

Wegberg: Junge Experten präsentieren ihr Wissen

19 Grundschüler der Kastanienschule Rath-Anhoven recherchierten zu selbst gewählten Themen und fertigten schriftliche Arbeiten an. Abschließend trugen sie ihre Ergebnisse vielen Zuhörern vor.

Das Forder-Förder-Projekt (FFP) war vor 18 Jahren entstanden, um begabten Kindern zu ermöglichen, ihre Interessen zu entdecken und zu entfalten sowie Strategien des selbstgesteuerten Lernens zu entwickeln und zu trainieren. An der Kastanienschule hatten innerhalb des Projektrahmens im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres 19 Kinder der zweiten, dritten und vierten Klasse das Angebot angenommen, eine Expertenarbeit zu schreiben und anschließend in einem Vortrag vor Zuhörern zu präsentieren.

"Eben haben wir schon ganz interessante Themen von den Klassen zwei und drei gehört", begrüßte Schulleiterin Ruth Jansen die Anwesenden, "unsere Kinder haben sich nach dem Motto 'Traue jemandem etwas zu, und er wird sich bemühen, diesem Vertrauen zu entsprechen' mit ganz unterschiedlichen Themen beschäftigt." Sowohl im Unterricht als auch Zuhause hatten die jungen Experten gearbeitet. Das Thema finden, Material suchen und die Präsentationsform zu wählen gehörten dazu. Manche hätten das Plakat, aber die meisten die Power-Point-Präsentation für den Vortrag gewählt, erläuterte die Schulleiterin. "Ziel ist es, eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen, und am Ende ist es ein kleines Buch."

Die Schüler gaben zu Beginn ihrer Vorträge mit Inhaltsverzeichnissen einen Überblick über die jeweiligen Unterpunkte ihrer Ausführungen. Die Themen hatten sie aus Interesse und Begeisterung gewählt, wie sie das eine oder andere Mal erklärend dazu sagten. Bei den Zweitklässlern waren es Orca (Emma), Löwe (Greta und Josefine) oder Lastkraftwagen (Julius), die die Teilnehmer besonders interessiert hatten. Über Bienen (Henning), Kuh (Ina und Isabell), Venedig (Christian), Polizei (Paul), Klima (Timon) und das Wetter (Niklas) referierten die Drittklässler. Und die Schüler der vierten Klasse hatten sich Strom (Max), Heilkräutern (Anika und Carl), Schmetterlingen (Talia), Polarfuchs (Robin), Wölfen (Nina) und erstmals dem Verfassen eigener Texte (Tobi) gewidmet. Dabei gingen sie auf Herkunft, Vorkommen oder Lebensweisen der Tiere ein und begeisterten ihr Publikum mit süßen oder lustigen Fotografien. Oder es wurden die Herstellungsweisen von Strom und seine Nutzung dargelegt.

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Beim Thema Heilkräuter kamen unter anderem die Vertreter Aloe, Ringelblume, Efeu und Augentrost sowie Gewürznelke, Gelbwurz und Myrre zur Sprache. Oder es wurde den Zuhörern sehr deutlich, dass viele der hübschen Schmetterlingsarten bedroht sind und sich vor Jahren wieder Wolfsrudel in Deutschland angesiedelt haben.

Musikalisch untermalten Flötenspiel (Greta, Josefine), Klavier- (Nina) und Cellostück (Carl) sowie Chorgesang von Erst- und Zweitklässlern unter Leitung von Anette Wagner die Redebeiträge. Im zweiten Halbjahr soll das Projekt auf der experimentellen Ebene fortgeführt werden.

(cole)
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