Job-Info Live im Maximilian-Kolbe-Gymnasium Wegberg 2020

21. Job-Info-Live im Gymnasium Wegberg : Perspektiven nach der Schule aufgezeigt

Bei der 21. Job-Info-Live informierten sich die Schüler über Berufe, knüpften Kontakte für Praktika und entwickelten ihre Zukunftspläne weiter.

Eines wurde auf der 21. Berufsinformationsbörse Job-Info-Live im Pädagogischen Zentrum des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums sehr deutlich: Es gibt zahlreiche Wege, die in den Beruf führen. Ob zunächst Abitur, Haupt- oder Realschulabschluss und im Anschluss eine Ausbildung mit dreijähriger Berufserfahrung oder zusätzlicher Weiterbildung zum Techniker und Meister und daran anschließend ein Studium – die Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler sind sehr vielfältig. Mehr als 90 Aussteller aus unterschiedlichsten Bereichen informierten die jungen Leute, die ab der achten Klasse herkamen. Sie hatten sich im Unterricht auf den Besuch vorbereitet.

So steuerte beispielsweise Moritz Breuer unter anderem den Stand der Bundeswehr an: Eine breite Palette an Broschüren spiegelte dort die unerwartet vielfältigen Möglichkeiten von Ausbildung und Studium auch außerhalb des militärischen Kontextes wider. „Ich habe mich nach den Themenbereichen erkundigt, die nach der Grundausbildung angeboten werden“, erzählte er im Anschluss. So sei ein Einsatz unter anderem in der Luftwaffe- oder Marine-Einheit möglich. Auch hatte er nach Verdienst- und Karrieremöglichkeiten gefragt. Ebenso hatte der Stand des Zolls die Aufmerksamkeit des Neuntklässlers geweckt. „Man erfährt mit den richtigen Fragen viel“, meinte er anerkennend. Die beiden Berufsfelderkundungstage hatte der Gymnasiast zuvor beim Zahnarzt und Physiotherapeuten absolviert. Mit einer relativ konkreten Vorstellung davon, wie es bei ihm nach der Schule weitergehen könnte, war Gymnasiast Simon Kuck unterwegs. Zunächst möchte er praktische Erfahrungen bei der Bundeswehr sammeln und dort erfahren, welche Leistungen dort gebraucht werden. Daran anschließend schwebt ihm eine theoretische Ausbildung in Physik und Informatik vor – entsprechend hatte er sich von Vertretern der Bundeswehr und des Forschungszentrums Jülich beraten lassen. Seine bisherigen beiden praktischen Tage hatte er beim Tierarzt verbracht.

Die unterschiedlichen Wege in die Berufswelt zeigten die Aussteller anhand von Präsentationen, Vorträgen, Erläuterungen und Infomaterial auf. So geht etwa dem Beruf des Baumpflegers die Ausbildung zum Baumschulgärtner, Forstwirt oder Landschaftsgärtner voraus und weitere Qualifizierungen sind möglich. In einem Info-Truck auf dem Schulhof hatten Interessierte die Gelegenheit, 40 Ausbildungsberufe im Bereich Elektro- und Metallindustrie kennenzulernen. Mehrere 1000 Unternehmen bringen auf diese Weise ihre Ausbildungsangebote den Schülern nahe. An der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post beschrieb stellvertretender Redaktionsleiter Michael Heckers den Zugang zum Beruf des Redakteurs, der nach einem Studium über die zweieinhalb-jährige Journalistenschule erfolgt. Und Maja Dachtera von der Hochschule Niederrhein zeigte auf, dass ein Studium sowohl in Teilzeit, Vollzeit als auch Dual parallel zur Ausbildung erfolgen kann. Eine Konsequenz aus der vergangenen Evaluierung unter Schülern sei, dass mehr Aussteller aus dem sozialen Bereich kamen, erzählte Vicky Hein vom Organisationsteam. Wichtig sei es zudem, dass die Schüler andere Studienfächer als die klassischen wie Jura oder Medizin kennenlernten oder erfahren, dass sie innerhalb der Pflege mit einem Studium ganz andere Chancen haben. Ebenso hob sie die Bedeutung der Kooperation mit regionalen Unternehmen wie „INPerfektion“ oder „Siemens“ hervor. Genauso wie Bürgermeister Michael Stock freute sie sich über den großen Zuspruch von Ausstellern und Schülern, den die Berufsinformationsmesse erfuhr.