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In Wildenrath und Myhl lässt StraßenNRW neben der B 221 Nadelwald in Laubwald umgestalten

Am alten Flugplatz Wildenrath : Naturnaher Laubwald wird neu entstehen

Am alten Flugplatz müssen tote Nadelbäume gefällt werden. Dann folgen neue Bäume und Sträucher. Das ganze soll eine Fläche von umgerechnet 14 Fußballfeldern umspannen. Auch an der Ortsumgehung Ratheim/Millich gehen die Arbeiten weiter.

Die Straßen-NRW-Regionalniederlassung Niederrhein wird als Ausgleichsmaßnahme für den Straßenneubau der Ortsumgehung B 221 Wassenberg circa zehn Hektar (in die Fläche würden 14 Fußballfelder passen) Nadelwald in naturnahen Laubwald umwandeln.

Die dafür vorgesehenen Flächen befinden sich hauptsächlich im Bereich des ehemaligen Flughafengeländes Wildenrath und in Wassenberg/Myhl. Ab Montag, 26. Oktober, beginnen die Fällarbeiten der durch starken Borkenkäferbefall geschädigten und abgestorbenen Nadelholzbäume. Im Anschluss erfolgt eine Naturverjüngung mit Birken, Ahorn und Buchen.

„Damit verbunden sind Pflegemaßnahmen über Jahre hinweg, damit die Bäume auch gedeihen“, berichtet Markus Reul von Straßen-NRW. Zum einen war eine Aufforstung erforderlich geworden, weil durch die neue Umgehungsstraßen mehr Flächen versiegelt wurden. Zum anderen sind durch die anhaltende Dürre mit drei heißen und regenarmen Jahren hintereinander auch mehr Nadelbäume geschädigt worden als ursprünglich kalkuliert.

„Die beiden Flächen in Wassenberg/Myhl werden mit Eichen und Hainbuchen aufgeforstet, an den Waldrändern werden Ebereschen, Haselnusssträucher und Rosen gepflanzt und Krautsäume angelegt, die als Rückzugs- und Überwinterungsorte für zahlreiche Insekten dienen“, berichtet Pressesprecher Markus Reul. Die Arbeiten werden durch die Forstverwaltung durchgeführt.

Indessen gehen die Arbeiten an der Ortsumgehung Ratheim/Millich L 117n weiter. Das Teilstück um Millich bis zum Kreisverkehr an der Halde und der neue Autobahnanschluss befinden sich in der Vergabe. Im Winter wird die Statik erstellt, es folgen Baufeldräumung und Untersuchungen durch den Kampfmittelräumdienst. Im kommenden Frühjahr kann laut Reul dann mit der weiteren Trasse und dem Bauwerk Schaufenberger Straße begonnen werden.