Erkelenzer Land: Hundehaufen bleiben ein Ärgernis

Erkelenzer Land : Hundehaufen bleiben ein Ärgernis

Manche Hundehalter lassen beim Gassigehen die Haufen ihrer Vierbeiner einfach liegen. Viele Bürger sind darüber verärgert. Dogstations, Appelle und Bußgeldandrohungen zeigen wenig Wirkung. Wird nun die Hundesteuer erhöht?

Schon wieder so ein ekliger Fehltritt. Ärgerlich. Wer in Wegberg auf dem Weg an der Schwalm unachtsam ist, landet schnell mit seinen Schuhen mitten in einem der vielen Hundehaufen. Die tierischen Tretminen mit Ekelfaktor lauern auf Wanderwegen, Bürgersteigen, Spielplätzen und in Grünanlagen.

Die Stadt Wegberg hat jetzt alle Hundehalter angeschrieben. "Die Zunahme der Verunreinigung durch Hundekot in unserer Stadt ist eine Situation, der wir entgegenwirken sollten", heißt es in dem Schreiben. Auch in den Nachbarstädten "stinken" den Bürgern die vielen Hundehaufen.

Etwa 3000 Hunde sind in Wegberg gemeldet. Wenn jeder Vierbeiner zweimal täglich seine Notdurft verrichtet, kommt da einiges zusammen. Doch müssen die Haufen an Wegen, auf Spielplätzen und in Grünanlagen liegen, wo sie breitgetreten werden und für Ärger sorgen?

"Das Problem sind nicht die Hunde, sondern die Halter"

"Das Problem sind nicht die Hunde, sondern deren Halter", sagt Leo Lenzen-Polmanns vom Erkelenzer Ordnungsamt. "Es gibt Hundehalter, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde kümmern", sagt er. Um ihnen auf die Sprünge zu helfen, hat die Stadt Erkelenz zwölf Hundekotbeutelspender im Stadtgebiet aufgestellt. Dort können sich Hundehalter kostenlos mit kleinen Tüten eindecken, um während des Gassigehens die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen.

Solche Dogstations haben sich auch in Wegberg bewährt. Beim Leeren der Mülleimer stellen Bauhofmitarbeiter fest, ob die Hundekotbeutel benutzt werden. Die Städte müssen Hundehalter dennoch regelmäßig an ihre Pflicht erinnern. Denn trotz der Dogstations bleiben die vielen Hundehaufen ein Ärgernis. Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die unvernünftige Hundehalter ansprechen, müssen sich häufig schlimme Dinge anhören. Dabei kann die Ordnungswidrigkeit teuer werden. Wer sich um die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners nicht kümmert, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50 Euro rechnen.

In Wassenberg hat es im Herbst eine kontroverse Diskussion zu diesem Thema gegeben. Auslöser war die zunehmende Verschmutzung von Straßen, Wegen und Anlagen durch Hundekot, die viele Bürger verärgert. Umstritten bleibt, ob eine Anhebung der Hundesteuer, wie sie in Wassenberg beabsichtigt war und letztlich abgelehnt wurde, eine wirksame Maßnahme ist, Hundehalter zu mehr Aufmerksamkeit zu bewegen.

(RP)
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