Heimat-Scheck Förderung geht an die Wegberger Bürgerinitiative BIWIE

Wegberger Mühlenmarkt wird umgesetzt : Heimat-Scheck: Erfolg für Bürgerinitiative

Weil sie eine Heimatkarte für landwirtschaftliche Produkte erstellt hat, wird die Wegberger Bürgerinitiative BIWIE mit 2000 Euro belohnt. Vier Frauen der Bürgerinitiative setzen das Konzept für den neuen Wegberger Mühlenmarkt um.

Die Bürgerinitiative Wegberger Innenstadtentwicklung (BIWIE) erhält aus dem Förderprogramm Heimat-Scheck des Landes Nordrhein-Westfalen für die Erstellung einer Heimatkarte für landwirtschaftliche Produkte einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro. Darüber informierte Bürgermeister Michael Stock im Wegberger Rathaus. „Die Finanzspritze kommt zur richtigen Zeit“, sagt Projektleiter Karsten Toemmler-Stolze, nachdem der zukünftige Wochenmarkt „politisch“ abgesegnet und die Arbeitsgruppe „Wochenmarkt“ mit der inhaltlichen Arbeit begonnen hat.

„Es gibt hervorragende Überschneidungen“, so Toemmler-Stolze, denn wir müssen etwas erarbeiten, was die Initiative um den Wochenmarkt ohnehin braucht, nämlich eine Übersicht über marktfähige landwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen aus der Umgebung Wegbergs. Zu diesem Zweck wird die Projektgruppe von Toemmler-Stolze regionale Wochenmärkte (zum Beispiel Rheindahlen, Wickrath, Erkelenz und Rheydt) besuchen und lokale Landwirte kontaktieren und nach ihren Erzeugnissen befragen. Sämtliche Erzeuger werden in einer Übersichtskarte eingetragen, so dass man sie auch geographisch gut erkennen kann.

Später sollen aber auch die Belange und Bedürfnisse der Bürger und Marktbesucher berücksichtigt werden, um den Markt anzureichern und um letztlich etwas auf die Beine zu stellen, was dem Heimatgedanken und dem Wir-Gefühl in der Stadt Wegberg gerecht werden soll. Bei der Recherchearbeit kann es immer passieren, dass der eine oder andere Anbieter übersehen wird, deswegen ist die Projektgruppe für jeden Hinweis und Tipp dankbar und bittet entsprechende Informationen oder Fragen per E-Mail zu richten an: wegberginnenstadt@gmail.com.

Irene Adrians, Dorothea Kuecken, Gabi Peterek und Birgit Scholz haben sich als Untergruppe der BIWIE zur Markt AG zusammengeschlossen. Die vier Frauen arbeiten an einem Konzept, um den Wegberger Wochenmarkt aufzuwerten. Sie informieren in einer Facebook-Gruppe regelmäßig über die Fortschritte. Demnach soll der Markt die Bezeichnung „Wegberger Mühlenmarkt“ tragen und ab Ende März freitags von 15 bis 20 Uhr am Brunnen in der Fußgängerzone (Hauptstraße) stattfinden. „Mittlerweile haben wir die Rückmeldung von 19 Geschäften, die am Markttag bis 20 Uhr geöffnet haben“, teilt die Gruppe im Sozialen Netzwerk mit. Die Gruppe ist bemüht, mit besonderen Ständen eine Verbindung zwischen Brunnen und Kirchenmauer zu schaffen, ohne dass es wie in der Vergangenheit Probleme mit dem Brandschutz gibt. Dazu haben nach Angaben der Markt AG der Juwelier Simons, Elektro Kazar, Der Whiskeyzwerg, Siam Yim Thai Massage, Fahrschule Manthey, Nagelstudio Queen Nails, Fahrrad van Bronckhorst, Enten-Apotheke, Domino-Boutique und Schuhhaus Brocker ihr Einverständnis gegeben.Der ausgearbeitete Plan soll nun beim Ordnungsamt eingereicht werden und am 14. Januar abschließend besprochen werden.

Die Frauen der Markt AG (v.l.): Birgit Scholz, Dorothea Kuecken, Gabi Peterek und Irene Adrians. Foto: Adrians

Neben dem Heimat-Scheck hat die zuständige Jury nach Informationen von Bürgermeister Michael Stock auch drei Preisträger für den Heimatpreis ausgewählt: Zum einen den Heimatverein Beeck für das Projekt „Beeck wird blau“, der Historische Verein für die Geschichtswerkstatt und die Dorfgemeinschaft Wildenrath für den Prozess zu seiner eigenen Gründung.