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Grundschule Wegberg: Rote Farbe für mehr Sicherheit auf Schulwegen

An der Erich Kästner Schule Wegberg : Rote Farbe soll Autofahrer bremsen

Die Stadtverwaltung Wegberg setzt erste Schutzmaßnahmen für mehr Sicherheit auf Schulwegen um. Dazu stellte sie Warnschilder auf und ließ knallroter Fahrbahnmarkierungen aufmalen. Demnächst sollen noch die Fahrradwege im Bereich des Schulzentrums überprüft werden.

Die Stadt Wegberg hat Teile der Fahrbahn vor der Erich Kästner Grundschule an der Echter Straße rot eingefärbt, um für mehr Sicherheit für Schulkinder zu sorgen. Die teils chaotischen Verkehrszustände kurz vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss sorgen im Bereich des Wegberger Schulzentrums schon seit Jahren für Diskussionen und waren bereits Thema im Bürgermonitor unserer Redaktion.

Neben den roten Fahrbahnmarkierungen hat die Stadtverwaltung jetzt auch Warnschilder mit der Aufschrift „Vorsicht Kinder“ an der Echter Straße aufstellen lassen. Anwohnerin Kerstin Schulz, die gegenüber der Schule wohnt und sich schon seit Jahren für mehr Sicherheit der Schulkinder einsetzt, freut sich über die nun aufgebrachten Fahrbahnmarkierungen. Sie hatte eine Online-Petition gestartet und sogar einen Rechtsanwalt eingeschaltet, nachdem sie wegen falsch parkender „Elterntaxis“ auch Probleme hatte, mit ihrem Auto die Zufahrt ihres Grundstücks zu befahren.

An dieser Stelle hat die Stadt nun große Halteverbotszeichen auf die Fahrbahn aufmalen lassen. Der Haupteingang der Schule wurde in Richtung Pausenhalle verlegt, außerdem soll der Lehrerparkplatz vor dem Schulgebäude noch als solcher gekennzeichnet werden, damit dort künftig keine Eltern mehr ihr Fahrzeug abstellen.

Ein entsprechendes Informationsschreiben an die Eltern wird zurzeit von der Stadt und der Schulleitung vorbereitet. Darin soll auch auf alternative Parkmöglichkeiten an der Grachtstraße und im Bereich des Schul- und Sportzentrums an der Maaseiker Straße hingewiesen werden.

Auch Halteverbotszeichen wurden aufgemalt. Foto: Kerstin Schulz

Ordnungsamtsleiter Ulrich Schulz kündigt außerdem an, dass die Verkehrssituation im Bereich des Schul- und Sportzentrums weiterhin genau beobachtet wird. Außerdem werde die Situation in enger Absprache mit der Polizei bewertet. Im Februar war im zuständigen Fachausschuss auch die Idee, die Echter Straße als Spielstraße auszuweisen und damit zugleich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h einzuführen, geprüft worden. Doch wegen der hohen Kosten (mindestens 415.000 Euro) sah man davon ab. Überprüft werden sollen seitens der Stadtverwaltung die Fahrradwege im Bereich des Schulzentrums.