Siebenschreiber in Wegberg: Geschichten voller Gefühl

Siebenschreiber in Wegberg: Geschichten voller Gefühl

Geschichten voller Lebensweisheit und Gefühl sind aus der Zusammenarbeit von Erzählenden und Autoren entstanden. Sie näherten sich in dem Thema „Luft und Liebe“ aus unterschiedlichen Richtungen. Die Wegberger „SiebenSchreiber“ hielten fest, was ihnen Menschen aus dem Betreuten Wohnen der „Katharina Kasper ViaNobis GmbH“ erzählten.

Es waren verschiedene Gedankenwelten und Erfahrungen, die beim Literaturprojekt zum Thema „Luft und Liebe“ aufeinandertrafen und aus denen heraus gemeinschaftlich Neues entstand. Die acht Erzähler aus dem Betreuten Wohnen der „Katharina Kasper ViaNobis GmbH“ in Hückelhoven, Geilenkirchen und Gangelt erzählten vier Autoren der Wegberger Gruppe „SiebenSchreiber“ aus ihrem Leben und gaben Anregungen. Die SiebenSchreiber hielten Gesagtes in eigenen Texten fest, die sie jetzt in einer Premieren-Lesung im Beisein der Ideengeber in der Wegberger Mühle präsentierten.

Geschichten voller Lebensweisheit und Gefühl hörten die mehr als 50 Anwesenden, unter denen sich Geschäftsführer Martin Minten (Katharina Kasper ViaNobis GmbH) befand. Mitarbeiter Georg Schmitz begrüßte alle und stellte die Beteiligten vor. Durch den Kontakt zur ebenfalls moderierenden Mitarbeiterin Adelheid Venghaus war die Zusammenarbeit ursprünglich zustande gekommen. „Wir hoffen, dass sie berührt und angerührt nach Hause gehen werden“, wandte sie sich erwartungsfroh an das Publikum.

Die acht Texte wurden von den Instrumentalisten Pascal Oster, Reiner Rauer und Heinz Stoffels musikalisch begleitet. In den persönlichen Zweiergesprächen war beispielsweise Gisela Okonski die Musik in den Sinn gekommen. Morgens schon ein Lied im Ohr oder auf den Lippen, stellt diese einen wichtigen Bestandteil in ihrem Leben dar. „Ohne deinen Klang im Herzen verlöre mein Leben sein wichtigstes Stück“, hatte Autorin Inga Lücke unter anderem poetisch festgehalten.

Sie erstellte zudem zusammen mit Ingrid Heimes den Beitrag „Mein Traumurlaub auf Rügen“ in Gemeinschaftsproduktion: Nach erfolgreich abgewehrter Verführung durch einen „echten“ Wassermann kam die Protagonistin zu dem Schluss, als Frau auch ohne Anhang selbstbestimmt ihren Urlaub verbringen zu können. Inga Lücke stellte zudem die Geschichte „Der Duft der Liebe“ vor. Ausführungen über Düfte, die ganz einfach ins Herz gehen, wie die inzwischen verstorbene Heike Regner meinte, wie Düfte der Liebe, die sich im „gut riechen Können“ geliebter Menschen äußern. Träumerische Bezüge zu bunten Luftballons stellte Martin Tymczuk bei Anneliese Baatz her. So wie der Wind den Ballons weiterhilft, seien immer Menschen um ihn, die ihn unterstützen, beschrieb er eine seiner gefühlvollen Erfahrungen.

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Dagegen stellte Jürgen Meerkötter ihr sein Motorrad als „Seine große Liebe“ vor – ein Verhältnis, das sich dem Zuhörer erst zum Schluss durch die Verben „bockte“ und spätestens durch „qualmte“ offenbarte. Zudem deuteten lockere Schrauben und Ölverlust auf die Natur des Lieblings hin. Eine der handelnden Person Calliandra zu Herzen gehende Erfahrung teilte Sanitäterin Carla Eggerath Renate Müller mit: So erhielt sie für das Umsorgen eines in Not geratenen Mannes viel Dankbarkeit, durch die sie sich wirklich geliebt fühlte.

Als weltumspannendes Thema eines wohl fiktiven Gesprächs schlug Arno Apweiler Autor Peter C. Schmidt die Erde und deren sowie der Menschen Rettung vor. Die Botschaft: Jeder solle bei sich anfangen und das gemeinsame Ziel im Auge behalten. In diesem Vorschlag schwangen Aufbruchstimmung, Solidarität und der Wille zur Veränderung aufrüttelnd mit.

Und zu der Geschichte über „Wolfi“, in der Respekt und Freiheit eine wichtige Rolle spielten, hatte André Weingarten den Autor Peter C. Schmidt inspiriert. Darin nahm es für den Hund Wolfi mit neuen netten Menschen schließlich ein gutes Ende.

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