Geflügelliebhaber Wegberg-Merbeck kündigen Ehrung an

„Land un Höhner Heimatförderpreis“ in Wegberg-Merbeck : Das Engagement „stiller Helden“ wertschätzen

Die Geflügelliebhaber Merbeck vergeben beim Höhnerball den „Land-un-Höhner-Heimatförderpreis“ an Ehrenamtler.

Landtagsabgeordneter Stefan Lenzen erinnert sich beim Pressegespräch im Pfarrheim noch gut daran, was er im vergangenen Jahr bei der „Land un Höhner Heimatförderpreis“-Verleihung als Pate über Preisträgerin Ursel Herx während des Höhnerballs gesagt hatte: „Sie ist eine Dame mit Herz, nur anders geschrieben.“

Ein anerkennender Satz, der ebenfalls auf die vielen anderen, ehrenamtlich Engagierten zutrifft, wie er betont. Im vergangenen Jahr war es die erste Verleihung des Förderpreises gewesen, der in diesem Jahr beim Höhnerball eine Fortsetzung folgt. Wie zuvor schlug eine Jury aus drei Mitgliedern des Vereins „Geflügelliebhaber Merbeck“ rund ein Dutzend Kandidaten vor, aus denen inzwischen drei Personen sowie Abordnungen aus drei Institutionen ausgewählt wurden: Insgesamt 21 Menschen werden somit stellvertretend im Scheinwerferlicht stehen.

Vereinsvorsitzender Andreas Theißen, der ebenso wie Geschäftsführerin Magda Simons führender Kopf des Projekts ist, führt als auslösende Initiative für die erste Preisverleihung das zu dieser Zeit neu aufgelegte Heimat-Förderprogramm des Landes NRW an. „Den Heimatgedanken haben wir Geflügelliebhaber ein Stück weit adoptiert“, betont er. Der Verein selbst hat 33 Mitglieder, von denen 16 Jugendliche sind. Dazu können sie auf die Unterstützung von 30 Freiwilligen bauen. Stefan Lenzen, der sehr für das Thema Heimat brennt und im Landtag dafür aktiv ist, bestätigt die große Bedeutung von Wertschätzung des ehrenamtlichen Einsatzes für das heimatliche Umfeld. „Es ist wichtig, die Heimat zu fördern und dass die Arbeit der Personen im Hintergrund, die die wahren Kümmerer sind, gewürdigt wird.“ Er ist seit 2017 für die FDP Mitglied im Landtag NRW und auch im Heimatausschuss. So sei das Heimat-Förderprogramm 2017 angestoßen worden, und die zugehörigen Richtlinien sind im Sommer 2018 rausgekommen. Es umfasst die Bausteine Heimat-Scheck (2000 Euro), Heimat-Preis (5000 Euro), Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis. Inzwischen seien viele Kommunen und Kreise auf dem Weg, den Heimat-Preis zu verleihen, berichtet er, wobei das Fördergeld auf mehrere Einzelpreise verteilt werden kann. In seinen Augen ein weiterer guter Weg der öffentlichen Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit. Mit Blick auf die vielen Engagierten, auch in Merbeck, spricht er von „stillen Helden des Alltags, deren Tun sonst keiner mitkriegt“ und das auf diese Weise wertgeschätzt wird. „Heimat und Ehrenamt gehören zusammen“, fügt er an, „sie sind untrennbar miteinander verbunden.“

Andreas Theißen ist sich sicher, dass durch die Merbecker Preisverleihung einiges bewegt wurde und wird. „Ich denke, dass es ein Dammbruch war, Ehrenamtliche mehr zu würdigen!“ Der Verein plant, nach letztjähriger Finanzierung von Verleihung und Förderung von Kinder- und Jugendinstitutionen Gelder über den „Heimat-Scheck“ zu akquirieren. Als Paten für die Preisverleihung konnten bereits erneut die Landtagsabgeordneten Bernd Krückel, der auch Schirmherr ist, und Stefan Lenzen sowie voraussichtlich Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers gewonnen werden.