Fußballnachtturnier in Wegberg: Sportliches Kooperationsprojekt

Fußballnachtturnier in Wegberg : Sportliches Kooperationsprojekt

Bereits zum 12. Mal trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene aus Wegberg, um bis in den späten Abend Hallenfußball zu spielen.

Die Mannschaft „Allstars Cillit“ hatte im vergangenen Jahr den Titel geholt. Somit galt es für die Spieler, diesen im diesjährigen Fußball-Hallennachtturnier zu verteidigen.

Bereits zum 12. Mal fand es statt, und es trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren, um bis in den späten Abend Fußball zu spielen. Dabei waren acht Mannschaften am Start – weitere zwei hatten zuvor krankheitsbedingt absagen müssen. „Das Turnier ist immer gut organisiert und es macht echt Spaß, mitzuspielen“, meinte Jan Ockun. Er gehörte dem Team „Allstars Cillit“ an und war mit seinen Mitspielern in gleicher Konstellation wieder angetreten. „So spielt man nicht nur mit seiner Fußballmannschaft, sondern kann das Team selbst aufstellen.“ Es spielten Freunde miteinander, die es sonst nicht tun. Den Termin am Freitagabend fand er, anstatt nur wegzugehen, auch gut. „Es kommen ganz viele verschiedene Leute und du spielst gegen viele, die gut sind und mit denen du dich messen kannst.“ Und wie sie im vergangenen Jahr gewonnen haben? Sie hätten einfach drauflos gespielt und auch ein bisschen Glück gehabt, sagt er.

In einer Fußballmannschaft Mitglied zu sein, ist bei der Teilnahme keine Pflicht, berichten die Veranstalterinnen Birgit Foitzik, Christiane Bertrams und Franziska Fuge. Dabei wiesen sie auf das große Engagement von jugendlichen Helfern bei den Ansagen und der Durchführung, als Schiedsrichter oder im Catering hin. „Es ist ein tolles Event“, betonte die Leiterin des Evangelischen Jugendheims, „und viele kommen und schauen zu.“ Auch die Planungen seien im Vorfeld in den Häusern mit den Teams durchgeführt worden. Für die Verpflegung etwa wurden Rezepte gesichtet und es ist eingekauft worden. Das Katholische Jugendzentrum beteiligt sich nach einem Wechsel in der Leitung in diesem Jahr erstmals an dem sportlichen Kooperationsprojekt. Und erstmals spielen auch Mädchen mit.

Zudem hat es insofern einen Schnitt gegeben, als dass die „ganz alten“ Mannschaften rausgegangen sind und das Jungvolk nachgerückt ist. Somit hat es sich ergeben, dass erstmals weniger Spieler mit Migrationshintergrund als ohne dabei sind. „Das Fußballturnier war ursprünglich ein Integrationsprojekt, das der Flüchtlingsrat finanziert hat“, erinnerte sich Birgit Foitzik. Zu Beginn spielten auch Asylbewerber der Arsbecker Unterkünfte mit. Inzwischen sind es vor allem in der Stadt Wegberg ansässige Migranten. Für das kommende Jahr ist bereits geplant, dass die neue Streetworkerin, die ab dem 2. Januar ihre Stelle antritt, beim Fußballevent dabei ist und viele neue und gute Kontakte knüpft.

Die acht Mannschaften traten beim Fußballturnier an diesem Abend in zwei Gruppen gegeneinander an. In der Gruppenphase kristallisierten sich die Halbfinalisten und Finalisten heraus. Für den Erstplatzierten hatte die Organisation „St. Martin hilft“ ein Kontingent von maximal zehn Karten zur Verfügung gestellt, die die Mönchengladbacher Borussen an sie gespendet hatte. Zudem gab es für die ersten drei Plätze Geldpreise. Dabei sorgten das Sicherheitspersonal und die Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz für die begleitende Unterstützung.

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