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Fußball: Der FC Wegberg-Beeck plant konkret für die Regionalliga

Die Planungen für die neue Saison laufen : Der Top-Torjäger hat Beeck für die Regionalliga zugesagt

14 Spieler des aktuellen Kaders haben mittlerweile die Zusage für die nächste Saison gegeben. Thomas Lambertz (27) wird den FC aber verlassen. Und Betreuer-Urgestein Uli Feldberg (67) hört auf.

Auch wenn die amtliche Bestätigung noch aussteht: Daran, dass der FC Wegberg-Beeck, Tabellenführer der Mittelrheinliga, in der nächsten Saison zum dritten Mal in der Regionalliga spielen und damit Gegner der U23 Borussias sein wird, bestehen praktisch keine Zweifel – trotz des Todes des Vorsitzenden Günter Stroinski. „Wir werden unser Aufstiegsrecht auf alle Fälle wahrnehmen“, sagt Beecks Geschäftsführer Thomas Klingen.

Die personellen Planungen sind trotz der Corona-Krise schon ordentlich vorangekommen. Insgesamt 14 Spieler des aktuellen Kaders haben ihren Verbleib zugesichert – neben den acht Akteuren mit durchlaufenden Verträgen haben Shpend Hasani, Stefan Zabel, Nils Hühne, Norman Post, Tom Geerkens und Yannik Leersmacher ihre Zusage gegeben. „Alle Spieler sind uns dabei finanziell entgegengekommen“, sagt Klingen.

Wegen des Todes des jahrzehntelangen Mäzens Stroinski werde der Verein aber auch um grundsätzliche Einsparungen nicht herumkommen. „Die Regionalliga-Saison wäre aber auf alle Fälle noch gesichert, darauf sind auch sämtliche Planungen abgestellt. Wir alle freuen uns sehr auf die Vierte Liga“, sagt Klingen.

Nicht mehr dabei sein wird ein langjähriger Spieler: Mittelfeldmann Thomas Lambertz, seit 2012 beim FC, wechselt zum Bezirksligisten SG Union Würm/Lindern. Dort spielen auch seine Cousins Mark und René Lambertz – und sein Onkel Hermann-Josef Lambertz ist Trainer. „Ich fange mit einem Hausbau an, da fehlt leider die Zeit für das intensive Training in der Regionalliga. Und mit halber Kraft wollte ich das nicht angehen“, sagt „Lumpi“.

Auch ein wahres Urgestein am Spielfeldrand hört mit 67 Jahren auf: Uli Feldberg, der 25 Jahre lang Betreuer in Beeck war. „Ich bin ja seit 2006 in Beeck. In all den Jahren, speziell aber in den sieben Jahren, als ich Trainer war, war der Uli für mich immer weit mehr als nur ein Betreuer. Er war ein wichtiger Ansprechpartner, auf dessen Meinung ich stets viel Wert gelegt habe“, sagte der Sportliche Leiter Friedel Henßen über Feldberg an, der in Mönchengladbach-Hardt zuhause ist.

In dieser Woche stehen für Henßen nun weitere Gespräche mit aktuellen Spielern an – rund einem halben Dutzend. Klar ist aber schon, dass der Brasilianer Edson, der nach einem passablen Start im Sommer die Erwartungen nicht erfüllt hat, nicht mehr zur Verfügung steht – der Vertrag mit dem kantigen Angreifer wurde bereits zum 30. April aufgelöst. Gespräche mit potenziellen Zugängen laufen. „Jung, dynamisch, Tempo – und nicht so teuer“, beschreibt Henßen das Anforderungsprofil. „Unsere Lage ist da ein bisschen wie beim Torwandschießen: Nur sechs Schuss, aber fünf davon sollten sitzen“, sagt Henßen schmunzelnd.

Einen Gewinner der Corona-Zwangspause gibt es in Beeck übrigens: den Stadionrasen. Gut 21 Jahre lang war der (seit der Eröffnung des Waldstadions 1998) ein wahrer Teppich. Ab dem vergangenen Herbst setzten ihm aber Schnakenlarven mächtig zu, der Platz war am Ende fast unbespielbar. Seitdem hat Platzwart Manfred Schneider das Grün aber wieder richtig auf Vordermann gebracht. „Der Platz sieht nun wieder aus wie der Wimbledon-Rasen zu Beginn des Turniers“, merkt Klingen launig an.