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Frühling im Erkelenzer Land: Wegberger Apotheker mit Tipps für Allergiker

Frühling im Erkelenzer Land : Wenn die Pollen wieder fliegen, fängt die Nase an zu laufen

Es gibt einige Verhaltensregeln, die Allergikern das Leben während der Blütezeit einfacher machen. Jörg Haßsiepen von der Wegberger Enten-Apotheke hat Tipps parat.

(RP) Hasel- und Erlenpollen sind bei den aktuell steigenden Temperaturen bereits in der Luft. Birkenpollen werden in Kürze folgen. Für Menschen mit Allergiesymptomen beginnt eine monatelange Belastung mit Niesreiz, Fließschnupfen, Augenjucken und manchmal Husten, Müdigkeit und Kurzatmigkeit. In Zeiten von Corona könnte jedoch auch eine Infektion mit dem Coronavirus dahinterstecken. Wer sich unsicher ist, sollte einen Schnelltest machen oder sich zunächst telefonisch beim Hausarzt oder einer Apotheke beraten lassen.

Die Apotheker im Kreis Heinsberg empfehlen Betroffenen, sich rechtzeitig auf die aktuelle Saison vorzubereiten und den professionellen Rat in der Apotheke einzuholen. Allergiker sollten dafür sorgen, dass Mittel greifbar sind, die im Akutfall helfen. „Dazu gehören insbesondere sogenannte Antihistaminika, die es in Apotheken in Form von Tabletten, als Nasensprays und Augentropfen gibt. Sie bremsen den körpereigenen Botenstoff Histamin, der die allergischen Symptome entscheidend mit auslöst“, erläutert Jörg Haßiepen, Inhaber der „Enten-Apotheke“ in Wegberg und Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg.

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Einige Mittel brauchen zehn bis 14 Tage, bis sich ihre Wirkung voll entfaltet. Mit dem Einsatz dieser Präparate sollte deshalb rechtzeitig begonnen werden. Mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Einschränkung des Reaktionsvermögens, insbesondere beim Autofahren, sind zu berücksichtigen. „Wir beraten unsere Patienten dazu am liebsten individuell. Denn jeder ist unterschiedlich betroffen. Nur im persönlichen Beratungsgespräch können wir gezielt ermitteln, welche Maßnahme im Einzelfall am besten geeignet ist und welche Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten können“, betont Jörg Haßiepen. Bei einer Verschlimmerung sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Auch die beste Therapie gegen Heuschnupfen schützt nicht vor der Möglichkeit eines sogenannten Etagenwechsels. Beim Etagenwechsel „wandert“ die Allergie in die Lunge und Bronchien und kann dort Asthma auslösen. Wer also stark unter Heuschnupfen leidet oder familiär vorbelastet ist, sollte sich bei seinem Arzt nach einer spezifischen Immuntherapie (SIT) erkundigen. Bei der SIT bekommen Patienten über längere Zeit Allergieauslöser als Tabletten, orale Lösung oder in Form von Spritzen unter die Haut. Ziel ist, dass sich das Immunsystem langsam an die Pollen gewöhnt und nicht mehr allergisch reagiert.

Folgende Verhaltensregeln können Allergikern das Leben einfacher machen: Kleidung sollte man nicht im Schlafzimmer wechseln. So wird vermieden, dass an der Wäsche haftende Pollen aufgewirbelt werden und zu nächtlichen Allergieschüben führen. Frisch gewaschene Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche sollte man in der Wohnung trocknen. Draußen könnten sich Pollen anheften und so in die Wohnung gelangen. Haare sollten abends gewaschen werden, damit an den Haaren haftende Pollen die Allergie nicht im Bett verstärken. Und die Wohnung sollte man nur dann lüften, wenn wenige Pollen fliegen.