Förderung von NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach für die Tüschenbroicher Mühle

Ministerin Scharrenbach in der Tüschenbroicher Mühle : Weg zum Museumsbetrieb geebnet

Eine Förderung durch das NRW-Heimatministerium ermöglicht den Innenausbau der historischen Kornmühle, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Ina Scharrenbach: „Ein Heimat-Ort par excellence“.

Die Beteiligten, die sich ursprünglich für den Erhalt der historischen Kornmühle ausgesprochen hatten, waren bei der Übergabe der Förderzusage durch die NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach im Restaurant „Tüschenbroicher Mühle“ ebenfalls anwesend. So hatten Dorothee Heinzelmann vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und städtischer Mitarbeiter Michael Stever von der Unteren Denkmalbehörde in Absprache mit Architektin Inge Breidenbach vor einigen Jahren die Inhaber-Familie Krapoll davon überzeugt, dass eine Instandsetzung der historischen Kornmühle aus der Mitte des 17. Jahrhunderts möglich ist.

Die bisherigen baulichen Schritte besprachen Inge Breidenbach, Ministerin Ina Scharrenbach, Landrat Stephan Pusch und die Landtagsabgeordneten Bernd Krückel (CDU), Thomas Schnelle (CDU) und Stefan Lenzen (FDP) nochmals anhand von Fotografien. So war im Herbst 2015 eine Notsicherung der dem Mühlenbach zugewandten Gebäudewand aufgrund erheblicher Mängel am Tragwerk vorgenommen worden. Danach wurden unter anderem die Holzkonstruktion instandgesetzt und das Gefach mit Lehmsteinen neu aufgemauert.

Inzwischen ist das Mühlengebäude am Tüschenbroicher Weiher, in dem sich zeitweilig auch die Unterkunft von Bediensteten der Schankwirtschaft befand, im Außenbereich wieder hergestellt. Ein Gebäude sei ein ganz besonderer Ort, betonte Landesministerin Ina Scharrenbach, und alles, was in ihm gebunden sei, mache es in der Heimat noch wertvoller. „Die Kornmühle ist ein Gesamtpaket – sie war Lieferantin für Mehl und Schrot sowie Knotenpunkt bis in die Niederlande hinaus.“ Sie sei „ein Heimat-Ort par excellence“. Und die Ministerin zeigte sich überzeugt davon, dass die Förderung durch das Element „Heimat-Zeugnis“ in effektiver Weise dazu beiträgt, einen Ort zu erhalten, an dem auch junge Menschen in vergangene Zeiten mitgenommen werden.

Durch diese Förderung können 90 Prozent der Kosten für den Innenausbau und für die museale Ausstattung der Kornmühle gestemmt werden. Im voraussichtlich bis Anfang 2021 fertig gestellten Museum sollen alle Gebäude des örtlichen kulturhistorischen Ensembles, der Wald und das Tal der Schwalm erlebbar gemacht werden.

Landrat Stephan Pusch begrüßte den Einsatz für die Konservierung und Restaurierung der historischen Kornmühle. Sie sei auch ein touristischer Anziehungspunkt, der gut mit dem Fahrrad oder beim Wandern erfahren werden kann. Und Stefan Lenzen, der Mitglied im Heimatausschuss des NRW-Landtages ist, hob die Förderung durch die Regierung positiv hervor: Die Ministerin sei entsprechend öfters im Kreis Heinsberg unterwegs. Derweil fand es Klaus Krapoll wichtig, dass durch den Erhalt die Zukunft mit der Vergangenheit verbunden wird. Der Erhalt der Kornmühle sei von Schwierigkeiten der Beschaffung von Mitteln geprägt gewesen, fügte Sohn Jörg Krapoll hinzu. Mit dieser Landesförderung sei jetzt nach verschiedentlicher anderer Unterstützung eine Lücke geschlossen worden.