1. NRW
  2. Städte
  3. Wegberg

Wegberg: Fervers bleibt Beecker Bruderschaft treu

Wegberg : Fervers bleibt Beecker Bruderschaft treu

Herbert Fervers bleibt Brudermeister der Sebastianus-Schützen. Für seine Verdienste erhält er eine hohe Auszeichnung.

Während der Jahresversammlung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Beeck im Vincentiushaus stand als ein wichtiges Thema der Wechsel an der Vorstandsspitze an: Bereits vor drei Jahren hatte Erster Brudermeister Herbert Fervers angekündigt, 2018 aufzuhören. Eine erste Suche nach einem möglichen Nachfolger erwies sich als schwieriges Unterfangen. Da sich ebenso an diesem Morgen keiner für das Amt fand, nahm Herbert Fervers nach kurzer Bedenkzeit den Auftrag der Mitglieder an, ein Jahr lang weiterzumachen - mit seiner Hoffnung verbunden, dass danach der neue Brudermeister die Aufgaben übernehmen wird.

In seiner Begrüßung galt Fervers' Dank zunächst den Schützenbrüdern und -schwestern für deren selbstlosen Einsatz für die Bruderschaft. Ganz aus den eigenen Familienreihen war mit Tochter Diane Schlitt und Schwiegersohn Bernd Schlitt als Königspaar sowie den Enkeln Nikolas als Prinz und Nic als Schülerprinz mit ihren jeweiligen Gefolgen das Königshaus besetzt gewesen. Ein Novum in der Geschichte der Beecker Schützen.

Als neuer König wird Willi Roegels am Samstag, 21. April, um 17.30 Uhr unter der Mitwirkung des Klinkumer Musikvereins und des Chors "Donna Musica" in der Kirche St. Vincentius Beeck während einer festlichen Krönungsmesse inthronisiert werden. Als Minister werden ihm Hans Winkens und Ralf Wolters sowie Adjutant Josef Jansen zur Seite stehen. Prinz wird Christoph Wolters mit seinen Ministern Robin Krappen und Mark Gerads mit Adjutant Michael Joerissen.

Der Erste Brudermeister dankte zudem den einzelnen Zügen und der Schießabteilung. Der Marinezug habe sich altersbedingt nach 25 Jahren aufgelöst, berichtete er. Mit Geselligkeit und Fröhlichkeit leisteten die Schützen einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Gemeinschaft, betonte Fervers. Er selbst blickte auf stolze 34 Jahre Vorstandsarbeit und 16 Jahre Tätigkeit als Brudermeister zurück. "Das Wichtigste waren für mich die Begegnungen mit den Schützen bis auf Bundesebene", bekräftigte Herbert Fervers und versicherte weiterhin seine Treue zur Bruderschaft, worauf die Anwesenden geschlossen aufstanden und Beifall klatschten.

Geschäftsführer Karl-Josef Wolters legte Zahlen für das Jahr 2017 vor. So gab es 358 Mitglieder, die Teilnahme an 61 weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen und beim Christbaum-Sammeln einen Erlös von 560 Euro, von denen 280 Euro an den Dorfausschuss für Weihnachtsbeleuchtung des Kirchplatzes gegeben wurden. Das erste Weinfest zur Herbstkirmes sei ein großer Erfolg gewesen, sagte Wolters. Solide war zudem der Kassenstand, der um rund 1000 Euro angewachsen ist, wie Kassierer Christian Althoff darlegte.

Von einem Einbruch ins Vereinsheim mit Diebstahl mehrerer Waffen, darunter das Lasergewehr, berichtete Schießmeister Frank Wolf. Er referierte über erfolgreiche Teilnahmen von Mitgliedern an mehreren Wettbewerben. Präses Franz Xaver Huu Duc Tran ging angesichts des kommenden Wechsels an der Spitze auf die Notwendigkeit des Abschied Nehmens ein. "Gemeinschaft baut darauf auf, dass Leute anfangen und wieder aufhören", meinte er, "sie bleibt lebendig, wenn alle Altersklassen vertreten sind." Wer eine Verantwortung allein nicht tragen könne, sollte auf Netzwerke zurückgreifen.

Wiedergewählt wurden Thorsten Grabowski als Zweiter Brudermeister der Beecker St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, Udo Florack als Zweiter Kassierer und Axel Holländer als Zweiter Geschäftsführer. Michael Stever wurde Internetbeauftragter.

(RP)