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Wegberg: Es zählt der olympische Gedanke

Wegberg : Es zählt der olympische Gedanke

Ihr großes Ziel hat die RP-Mannschaft verpasst: In der Finalrunde um die Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling schied sie gegen die Molchbären aus. Auch im Shoot-Out sollte es nicht reichen. Aber der Spaßfaktor war wieder groß.

Wir halten den olympischen Gedanken hoch: Hauptsache war, dass wir dabei waren. Für das Team der Erkelenzer Lokalredaktion der Rheinischen Post hat es in der Bierkastencurlingweltmeisterschaftshauptstadt Wegberg nicht ganz für den großen Wurf gereicht – neuer Weltmeister im Bierkasten-Curling ist das Team "Rock It's". Auf den weiteren Plätzen folgen die Molchbären, H & D-Dienstleistungen sowie die Strahlemännkes.

Überhaupt: Am meisten waren wohl wir selbst überrascht, als wir uns nach der ersten Ausscheidungsrunde am 29. November für das Finale, das am Freitag angepfiffen wurde, qualifiziert haben. Doch ausgerechnet im Finale müssen wir auf eine Rumpftruppe zurückgreifen, da uns der Rest verletzungs- und krankheitsbedingt ausgefallen ist. Mit mir halten noch Michael Heckers, Hendrike Spaar und Patrick Stracke das RP-Fähnchen hoch.

Die Stimmung auf dem Rathausplatz ist wie immer beim Wegberger Winterzauber toll. Die beiden "Eismänner" Ulrich Lambertz und Manfred Vits, die erfolgreichen Macher des Winterzaubers und Bierkasten-Curlings, kündigen zum Anpfiff die Nationalhymne an – klar, man befindet sich schließlich bei der WM.

Die RP gehört diesmal nicht zu den ersten Mannschaften, die aufs Eis gehen. Macht nix, denn Glühwein und Kinderpunsch kommen bei uns top an. Dann der große Moment: Unsere Gegner sind die Molchbären. Nette Truppe, die uns in aller Freundschaft per Handschlag auf dem Eis begrüßt. "Viel Glück, ne", wünscht man sich gegenseitig. Schon die ersten RP-Würfe zeigen: Wir sind in miserabler Verfassung. Unsere Kästen driften entweder viel zu weit nach links ab oder ballern hinten gegen die Bande. Da der Sieger diesmal nur zwei statt der sonst drei Gewinnpunkte braucht, wird klar, dass für uns das Ende gekommen ist – wir verlieren mit 0:2. Aber: Im Shoot-Out steht uns die große Bierkasten-Curling-Welt noch offen. Die Voraussetzung: Einen Wurf so nah wie möglich an den Punkt platzieren. Die Aufgabe soll ich erledigen – na toll . . .

Ein Curler hat es allerdings ganz genau auf den Punkt geschafft, was quasi schon den Tod aller übrigen Shoot-Outer bedeutet, denn niemand traf den Punkt danach derart präzise. Wie dem auch sei: Der Spaßfaktor war auch bei unserer zweiten WM-Teilnahme groß. Wir sehen daher noch viel Potenzial nach oben. Heißt: Wir heben uns den entscheidenden Moment, in dem uns der WM-Pokal überreicht wird, also für nächstes Jahr auf.

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