Engagement für Kirche und Pfarrheim

Förderverein St. Adelgundis Arsbeck : Engagement für Kirche und Pfarrheim

Der Förderverein St. Adelgundis ist vor mehr als drei Jahren wieder aktiv geworden, um die Vermietung des Pfarrhauses zu ermöglichen. Viele Vorhaben, die umgesetzt werden sollen, stehen noch an.

Es waren die Fenster, die zur Vermietung des Pfarrhauses erneuert werden mussten. Die Kosten für eine neue Heizung konnten noch aus der Kirchenkasse gestemmt werden, aber für die Fenster waren keine Mittel mehr da. Dies war für den Förderverein St. Adelgundis Arsbeck Anlass, nach Jahren wieder aktiv zu werden. So finanzierte der Verein die Isolierglas-Fenster vor, und es zogen Mieter in die erste Etage ein. Durch die Mieteinnahmen trägt sich das Pfarrhaus jetzt selbst. Außerdem ist es den Mitgliedern ein großes Anliegen, die katholische Kirche St. Adelgundis und das Pfarrheim zu erhalten. Einige Aktivitäten gab es dafür bereits und weitere sind geplant.

So ist der barrierefreie Zugang zu Betraum, Sakristei und WC ein größeres bauliches Vorhaben. Vorsitzender Willi Ellerkamp erläutert anhand einer Skizze die Einzelheiten. So soll der Vorplatz des linken Seiteneingangs am Kirchturm (1897 erbaut) durchgängig ohne Stufen und in einer Pflasterung bis zur Tür des Betraums führen. Auch soll es im Betraum einen barrierefreien Durchgang zu Sakristei und WC geben. „Wenn wir Wortgottesdienste im Betraum abhalten, kann man von der Sakristei aus direkt hinkommen“, beschreibt Ellerkamp einen weiteren Vorteil. Dieser Gesamtbaumaßnahme ist einstimmig vom Ortsausschuss Arsbeck und Kirchenvorstand Wegberg zugestimmt worden. Sie ist jetzt beim Bistum in Aachen beantragt. Wenn die Genehmigung erfolgt, werden etwa 3500 Euro Eigenleistung erforderlich sein – dabei möchte der Förderverein finanziell unterstützen.

In den vergangenen drei Jahren hatte der Verein auch die Mikrofon- und Lautsprecheranlage in der Kirche renoviert und im Pfarrheim Stuhlkissen angeschafft. Einen Flyer zu Verein und Kirchengeschichte gab er November 2018 heraus. Darin ist viel Wissenswertes nachzulesen. Etwa über die kleine ältere Kirche aus dem Jahr 1806 mit ihrem Kirchturm von 1772: Sie steht heute noch und ist Ost-West-ausgerichtet. Die Spitze des Turms wurde abgetragen und der Turm nach oben geschlossen. Auf die Mauern dieser Kirche ist die neugotische, dreischiffige Backstein-Basilika mit dem im Jahr 1891 nach Norden erweiterten Hauptschiff gebaut. Die Ziegel vom älteren Teil der Kirche stammen aus dem Abriss des Dalheimer Klosters 1806. Die rund eine Million Ziegel zum Bau der neuen Kirche wurden 1891 in Büch hergestellt. Die je 4000 Kilogramm schweren Säulen in der Kirche wurden von Arsbeckern mit Pferd und Wagen aus Mönchengladbach geholt. In den kommenden Jahren möchten die Vereinsmitglieder die Innenausstattung des Pfarrheims – mit Bildern, Medien wie Projektor oder Leinwand sowie Musikanlage und Beleuchtung – mittragen. Zudem ist angedacht, den Vorplatz des Pfarrheims teilweise neu zu pflastern und barrierefrei zu gestalten. Die Räumlichkeiten des Pfarrheims sollen in Schuss gehalten und so ausgestattet werden, dass sie besser von Gruppen wie KJG, CAJ, Frauengemeinschaft oder Fußpilgern genutzt werden können, führt Willi Ellerkamp weiter aus. Ebenfalls soll es für private Veranstaltungen wie Erstkommunions- oder Beerdigungs- Cafés zur Verfügung stehen. Jeden ersten Montag im Monat werden ab 19.30 Uhr dafür Termine im Pfarrheim vergeben. „Der Förderverein ist darauf angewiesen, dass er Spenden bekommt“, fügt er an, „ebenso kann jeder Mitglied werden, indem er sich auf unserem Flyer einträgt und diesen bei einem Vorstandsmitglied abgibt.“ Die Broschüren liegen in Kirche und Pfarrheim aus.