Elisabeth Baums aus Wegberg feierte 100. Geburtstag

Glückwunsch: In 100 Jahren viel Geschichte erlebt

Ein ganz besonderes Ereignis gab es im SZB Altenpflegeheim zu feiern: Bewohnerin Elisabeth Baums ist 100 Jahre alt geworden.

Im Kreise von Familie, Freunden und Bekannten wurde Elisabeth Baums hochleben gelassen, und sie durfte sich über einige Ehrengäste freuen. Bürgermeister Michael Stock kam her und hatte arrangiert, dass der Gemeinschaftschor aus MGV „Liederkranz“ und „Rather Dorfspatzen“ auftrat. Die Sänger ließen eine ganze Reihe fröhlicher Lieder hören. Und Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran überbrachte die Glückwünsche von katholischer Kirche und der Pfarrei St. Martin.

Unter Leitung von Hauswirtschafterin Pascale Jeanneret waren zur Geburtstagsfeier die Tische im SZB Altenpflegeheim festlich dekoriert, ein Zahlenkuchen gebacken und ein Finger-Food-Menü vorbereitet worden. Mitarbeiterinnen des Hauses, das von Andrea Laugs geführt wird, übernahmen dazu die Bewirtung in schwarz-weiß gekleidet. Zu Ehren der Jubilarin führte zudem das Pflege-Team zu Heintjes „Schwalbenlied“ einen Tanz auf, und es tanzten die Mitarbeiter des Sozialtherapeutischen Teams mit Männerpuppen. Um ihr Versprechen vom 97. Geburtstag gegenüber Elisabeth Baums einzulösen, legte die Leiterin des Sozialdienstes, Diana Lennertz, sogar einen Twist auf dem Tisch hin.

Die Gastgeberin selbst hatte ein Gedicht vorbereitet. Im Haus gilt sie als Tablet-Meisterin beim Rätsel-Quiz. Sie singt gerne, ist sehr aktiv und aufgeschlossen für ihre Mitmenschen, für die sie sich sorgt. Früher ist sie gerne nach Kevelaer gefahren.

Sohn Klaus Gröner, der ein enges Verhältnis zu seiner Mutter pflegt, blickte auf Lebensstationen von ihr zurück. So wurde sie im Oktober 1918 geboren, als der Erste Weltkrieg noch nicht zu Ende war. Auf die problemlos verlaufene Schulzeit in der Weimarer Republik folgten schwierige Jahre während des Zweiten Weltkriegs. Sie heiratete Konditormeister Fritz Gröner und brachte Sohn Klaus auf die Welt. Da ihr Ehemann nicht aus dem Krieg heimkehrte, heiratete sie Johann Baums in zweiter Ehe. Mit ihm baute sie die Seidenweberei in Wegberg wieder auf und half in der Gaststätte ihrer Familie mit. Im Zuge des Wirtschaftswunders ging es auch der Familie wieder besser.

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