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Wegberg: "Eiserner Rhein": NRW weiter gegen Wegberg-Trasse

Wegberg : "Eiserner Rhein": NRW weiter gegen Wegberg-Trasse

Durch den Vorstoß des Bundesverkehrsministeriums ist der "Eiserne Rhein", die Schienenverbindung von Antwerpen nach Duisburg, erneut in der Diskussion. Viersen wehrt sich, wie berichtet, gegen die neueste Streckenvariante durch ihre Wohngebiete. Die historische Trasse, die Wegberg berührt, ist in den Hintergrund der Diskussion gerückt. Dr. Ruth Seidl, Landtagsabgeordnete der Grünen, bekräftigte gestern in einer Stellungnahme die ablehnende Haltung des Landes NRW und der Grünen im Kreis Heinsberg zur Reaktivierung der historischen Strecke.

Die rot-grüne Landesregierung setze sich seit Jahren nachdrücklich für den Eisernen Rhein in Form einer Neubaustrecke entlang der A 52 zwischen Mönchengladbach und Roermond ein.

"Die historische Trasse über Wegberg werde deutlich teurer als die bisher vom Bund geschätzten Kosten von 150 Millionen Euro. Ein Gutachten des Landes hat Kosten in Höhe von etwa 450 Millionen Euro ermittelt", schreibt Seidl. Wesentlicher Grund sind notwendige Ausgaben für Lärmschutz. "Denn die historische Trasse verläuft durch viele Ortslagen, und dort bestünde die Gefahr erheblicher Lärmbelastungen für die Bevölkerung bei der Nutzung als Güterverkehrsachse."

Hinzu kämen hohe Kosten für die geforderte Untertunnelung des Nationalparks Meinweg in den Niederlanden. Seidl: "Vor diesem Hintergrund haben wir Grüne im Kreis Heinsberg uns immer gegen diese Trassenführung ausgesprochen, denn sie wäre für die Bevölkerung in Wegberg eine unzumutbare Belastung und ein tiefer Einschnitt in die Natur." Die A 52-Trasse mit Kosten von rund 550 Millionen Euro wäre nur unwesentlich teurer als die historische Strecke, aber deutlich leistungsfähiger und umweltverträglicher. Daher habe NRW nur die A 52-Variante zur Prüfung für den Bundesverkehrswegeplan gemeldet.

(aha)