Wegberg: Eine Viertelmillion für die Beecker Halle

Wegberg: Eine Viertelmillion für die Beecker Halle

Die Sanitär- und Umkleideräume der alten Sporthalle an der Grundschule in Beeck sind in desolatem Zustand. Jetzt hat der Bauausschuss den Sanierungsplänen der Stadtverwaltung zugestimmt. Geschätzter Kostenpunkt: 256.000 Euro.

Der desolate Zustand der Sanitär- und Umkleideräume der Sporthalle an der Grundschule Beeck war zuletzt häufiger Thema im zuständigen Fachausschuss. Jetzt hat die Stadtverwaltung einen Sanierungsplan vorgelegt. Demnach sollen die Sanitärräume umfangreich und die Umkleiden nur im unbedingt erforderlichen Umfang saniert werden. Die Gesamtkosten beziffert die Verwaltung auf 265.000 Euro.

Die Sporthalle an der Grundschule Beeck wurde 1967 gebaut. Vereinsvertreter des TuS Beeck und des TTC Kipshoven hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass vor allem die Sanitär- und Umkleidebereiche der Halle nach 50 Jahren Nutzung in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand sind. Die Sanierungspläne, die der zuständige Fachausschuss am Dienstagabend im Wegberger Rathaus einstimmig beschlossen hat, sehen vor, dass die Umkleiden und Sanitärräume in unterschiedlichem Umfang saniert werden. Beginnen sollen die Arbeiten im Herbst dieses Jahres. Im Frühjahr 2019 stünden die modernisierten Sanitär- und Umkleidebereiche der Sporthalle dann wieder zur Verfügung.

Die zu sanierenden Flächen gibt die Stadtverwaltung mit 84 Quadratmeter (Jungen/Herren), 72 Quadratmeter (Mädchen/Damen) und 30 Quadratmeter (Eingang/Durchgang) an. Die Räume mit den Duschen, Waschbecken und Toiletten, sowohl für die Damen als auch für die Herren, müssen komplett saniert werden. Die Fliesenbeläge werden erneuert und gegebenenfalls sind auch neue Unterdecken erforderlich. Außerdem werden die haustechnischen Anlagen der Sanitärräume in den Gewerken Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro voraussichtlich komplett entfernt und erneuert. Auch das Trinkwasserleitungsnetz muss nach Angaben der Stadtverwaltung wegen der Bestimmungen zur Trinkwasserverordnung komplett ausgetauscht werden. Ersetzt werden auch die alten Eternit-Abwasserrohre im Kellergeschoss des Gebäudes. In den Dusch- und WC-Bereichen wird eine maschinelle Lüftungsanlage mit Wärmetauschung eingebaut. Die Sanitärräume werden insgesamt verkleinert. Es sollen zwei Flächen von je rund zwölf Quadratmetern als Räume zur besonderen Verwendung abgetrennt werden. Diese werden vorerst nicht saniert, sondern vorgerüstet und können bei Bedarf später genutzt werden.

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Im Gegensatz zu den Sanitärräumen werden die Umkleideräume der Damen und Herren nur in einem unbedingt erforderlichen Maß modernisiert. So soll der Fußboden erhalten bleiben. Die technischen Anlagen und die Wand- und Deckenflächen wollen nur dort ertüchtigt werden, wo dies unbedingt erforderlich ist. Im großen Umkleideraum der Herren werden die technischen Vorkehrungen und Vorrüstungen für ein behinderten- und rollstuhlgerechtes WC mit Vorraum getroffen, damit dies später bei Bedarf dort eingerichtet werden kann. Der Eingangsraum und der Durchgang werden lediglich renoviert. Komplett erneuert werden hingegen die Eingangstüre des Sporthallengebäudes sowie alle Fenster der Sanitär- und Umkleideräume.

Die geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 265.000 Euro unterteilen sich in die Kosten für die Baukonstruktionen (87.000 Euro), technische Anlagen (143.000 Euro) und Baunebenkosten (35.000 Euro). Auf ausdrücklichen Wunsch der CDU sagte Baudezernent Frank Thies zu, dass sorgfältig geprüft wird, ob möglicherweise Fördermittel, zum Beispiel für den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, in Anspruch genommen werden können. Außerdem werde geprüft, ob die restlichen Mittel aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz (58.000 Euro) für die Sanierung der Sanitär- und Umkleideräume in der Beecker Sporthalle genutzt werden können.

(hec)