Edith-Stein-Realschule Wegberg: Neue Schulleitung setzt auf Teamarbeit

Edith-Stein-Realschule Wegberg: Neue Schulleitung setzt auf Teamarbeit

An der Edith-Stein-Realschule Wegberg soll künftig ein besonderes Augenmerk auf individueller Förderung, Stärkung des sozialen Miteinanders sowie verstärkter Berufsorientierung und Vernetzung mit Ausbildungsbetrieben liegen.

Zur offiziellen Vorstellung in der Edith-Stein-Realschule (ESR) brachte Bürgermeister Michael Stock Blumen für die neue 1. Konrektorin Heike Engelmann und auch für den neuen Rektor Christoph Scholz herzliche persönliche Worte mit. Christoph Scholz ist seit dem 11. Februar im Amt. Er war zuvor anderthalb Jahre Schulleiter der Schule am Grenzlandring gewesen und hat nun die Nachfolge von Karin Viethen angetreten. Als Konrektor hatte zuvor Peter Spieß aufgehört, und mit den beiden ist die Schulleitung wieder komplett. Sie seien freundlich und warmherzig in der Realschule empfangen worden, erzählten sie mit Freude beim Pressegespräch. Beide nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit zu konkretisieren.

Heike Engelmann ist 43 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Kindern und wohnt in Mönchengladbach. Sie studierte an der Universität Bielefeld die Fächer Mathematik und Sozialwissenschaften auf Lehramt für die Sekundarstufe eins und zwei. Ihr Referendariat absolvierte sie an der Gesamtschule Ratingen-West und war für einige Jahre bis 2015 am Cusanus-Gymnasium Erkelenz beschäftigt. Im gleichen Jahr wechselte sie an die Sekundarschule Jüchen, deren Transfer zur Gesamtschule sie begleitete. Dazu kam die stundenweise Mitwirkung im Regionalen Bildungsnetzwerk Mönchengladbach. Als wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit stellte sie die individuelle Förderung der Schüler etwa durch den Aufbau eines Netzwerkes mit außerschulischen Kooperationspartnern heraus. Ebenso führte sie, wie Christoph Scholz später auch, die Einführung digitaler Medien als weitere Fördermöglichkeit an. Auf Grundlage des individuellen Medienkonzeptes wird die Umsetzung im Jahr 2020 erfolgen, erläuterte Fachbereichsleiter Gerd Pint den Stand – die Mittel für eine Ausstattung von Schulen mit Smart Boards oder iPads sind im Haushalt für 2020 veranschlagt. Die zweite wichtige Säule der Arbeit sei die Stärkung des sozialen Miteinanders, fügte Engelmann im Konsens mit Scholz an: Stichworte hier sind achtsamer Umgang, gewaltfreie Kommunikation und Umwelterziehung.

Christoph Scholz ist 42 Jahre alt, hat ebenfalls zwei Kinder und wohnt in Wassenberg. Von 2006 bis 2017 war er an der Hauptschule Heinsberg-Oberbruch beschäftigt: seit 2013 als Konrektor und seit 2014 als Rektor. Im Jahr 2017 wechselte er an die Schule am Grenzlandring, die er führte. Mit dem jetzigen Wechsel habe er die Chance ergriffen, eine größere Schule zu leiten, begründete er seine Entscheidung, er sei aber auch gerne in der Wegberger Hauptschule gewesen. Dabei sei er froh, weiter im dreigliedrigen Schulsystem zu arbeiten. Als zentrales Thema der Schulleitung stellte er die Teamarbeit heraus, in der jeder Erfahrungen aus dem jeweiligen Schulsystem einbringen könne. „Wir wollen nicht alles auf links drehen“, beschrieb er das weitere Vorgehen, wobei er die Neugestaltung der Inklusion – fünf Kinder kommen im Sommer dazu –, die Berufsorientierung sowie Vernetzung mit Ausbildungsbetrieben als weitere wichtige Schwerpunkte beschrieb. Nach bereits erfolgten Sanierungsarbeiten werden weitere folgen, wurde im Gespräch deutlich. Ebenso wird es Überlegungen geben, wie der Bedarf nach Ganztagsangeboten vor allem für die fünften und sechsten Klassen berücksichtigt werden kann.

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