Die Wegberger Eisbahn wird klimaneutral

Dank Klimazertifikat und Ökostrom : Wegberger Eisbahn wird klimaneutral

Die siebenwöchige Veranstaltung „10. Wegberger Eisbahn“ soll klimaneutral werden. Dazu wird ein Klima­zertifikat erworben, um den entstandenen CO2-Ausstoß von 13 Tonnen für den gesamten Stromverbrauch der Veranstaltung zu kom­pensieren.

Über die angestrebte klimaneutrale Bewirtschaftung der Eisbahn informierte die Stadtverwaltung am Dienstagabend während der Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Kultur, Sport und Verkehr im Wegberger Rathaus. Die „Wegberger Eisbahn“ ist eine Veranstaltung der Werbegemeinschaft Wegberg. Sie trägt die organisatorische Verantwortung, das finanzielle Risiko und die Haftung. Die Stadt Wegberg unterstützt die Veranstaltung durch die Mitarbeiter des Stadtmarketings bei der Organisation, der Vermittlung von Künstlern und der Umsetzung des Bierkastencurlings als Spaßturnier.

Im Zuge der Klimadebatte hatte die Wegberger Stadtverwaltung bereits im Frühjahr mit der Werbegemeinschaft als Veranstalter Kontakt aufgenommen und sich mit der Thematik Klimaschutz im Zusammenhang der Eisbahn beschäftigt. Im August hatte außerdem die Linke Wegberg in einem Bürgerantrag die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, welche Möglichkeiten einer klimaneutralen Bewirtschaftung der Eisbahn in Betracht kommt. „Damit das Eislaufvergnügen nicht in Frage gestellt werden muss, fordern wir die Verwaltung auf, dies CO2-neutral umzusetzen“, heißt es in dem Bürgerantrag.

Die Stadt Wegberg teilt nun mit, dass ein erfahrener Eismeister die Eisfläche künftig bewirtschaften wird. Damit soll der Stromverbrauch des Kühlaggregats so gering wie möglich gehalten werden. Dies geschehe durch die permanente Bearbeitung und durch das Dünnhalten der Eisschicht mit technischen Maßnahmen. „Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen, zum Beispiel der Eisbahn in Wesel, ist der Stromverbrauch in Wegberg nur etwa halb so hoch“, teilte die Stadtverwaltung mit.

In Wegberg werde ein Kühlaggregat mit der modernsten Kühltechnik gemietet. „So hat sich über die letzten zehn Jahre der Stromverbrauch der Kühlaggregate selber um rund 30 Prozent reduziert“, erklärte Ulrich Lambertz. Mit Energieversorger NEW sei auch über den Einsatz von Ökostrom gesprochen worden. Die Eisbahn 2019/20 soll nach Angaben der Stadtverwaltung mit Ökostrom betrieben werden.

„Die Kosten für den Erwerb des Klimazertifikats sind erträglich, sodass dies nicht weiter ins Gewicht fällt“, sagte Ulrich Lambertz vom Stadtmarketing. Das Geld werde beispielsweise für Aufforstungsmaßnahmen eingesetzt, um die Veranstaltung klimaneutral zu machen, erklärte Lambertz. Tobias Arndt (Grüne) lobte das Vorgehen der Verwaltung und forderte Stadt und Werbegemeinschaft dazu auf, offensiv Werbung für die klimaneutrale Eisbahn in Wegberg zu machen.

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