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Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt 50.000 Euro für Sanierung von Haus Wildenrath

2021 mehr Angebote in der Naturschutzstation : 50.000 Euro für Haus Wildenrath

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz spendet einen hohen Betrag an den Verein der Naturschutzstation. Der will die Zuwendung für eine Sanierung des Fachwerkhofes am Rand von Wildenrath nutzen. Seit Januar laufen Umbauarbeiten. 150.000 Euro werden noch gebraucht.

Die 50.000 Euro, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Sanierung von Haus Wildenrath spendete, sind mehr als nur eine finanzielle Förderung. „Viele andere Institutionen und Geldgeber orientieren sich an uns und unserer Spendenvergabe“, erläuterte Roland Tauber, Ortskurator der DSD, als er den symbolischen Scheck an Rüdiger Lenkeit und Brigitte Syska vom Verein Naturschutzstation Haus Wildenrath überreichte.

Nur 20 Prozent aller Anträge werden von der Stiftung für gut und wichtig empfunden und dementsprechend bewilligt. Insofern sei ein Spendenbescheid der DSD schon ein besonderes Gütesiegel, das weitere Türen öffnen könne. Der Verein erfülle alle Kriterien, sagte Tauber. Bei Haus Wildenrath handele es sich um ein Denkmal. Es gebe ein gutes Konzept für eine langfristige und intensive Nutzung, und es liege auf der Basis gut erarbeiteter Baupläne ein realistischer Finanzierungsplan vor.

Die 50.000 Euro kommen dem Verein sehr gelegen. Er ist mittendrin bei seinen Umbauarbeiten an Haus Wildenrath. Seit Januar 2019 ist er dabei, das Hauptgebäude zu sanieren und teilweise in seinen früheren Zustand zurückzuversetzen. Auf 750.000 Euro wird die Bausumme veranschlagt, die ursprünglich geplante Summe von 690.000 Euro musste wegen unerwarteter Mehrarbeiten aufgestockt werden. 2021 soll der Umbau fertig sein, bis dahin muss der Verein noch rund 150.000 Euro zusammenbekommen, um die Finanzierung gesichert zu haben. Geschäftsführerin Szyska ist sicher, dass dies gelingen wird, und rechnet dabei auch mit weiteren Spenden; nicht zuletzt durch die DSD-Spende.

Nach den Plänen der Architektin Inge Breidenbach soll Haus Wildenrath in der Form von 1836 wiederhergestellt werden. Das Haus, das lange als Wohnhaus genutzt und dann aufgegeben wurde, muss kernsaniert werden. Etliche Wände werden und wurden eingerissen. Wegen der aufsteigenden Nässe mussten der Boden entfernt und das Mauerwerk präpariert werden. Entstehen sollen im Endstadium ein Unterrichtsraum und eine Lehrküche im Erdgeschoss, Tagungs- und Büroräume im Obergeschoss sowie Lagerräume im Dachgeschoss. 220 Quadratmeter Fläche sind dann nutzbar in dem Haus, in dem das „Grüne Klassenzimmer“ einziehen soll, wie Lenkeit erklärt.

Leben mit der Natur, Leben in der Natur, das Ernähren mit Nahrung, die die Natur gibt und der richtige Umgang mit der Natur sind einige der Themen, die im Grünen Klassenzimmer gelehrt werden sollen. Besonders im Bereich Ernährung werden dank der Lehrküche mehr Angebote möglich sein. Die Naturschutzstation soll dann ihrem Ruf als Bildungseinrichtung noch mehr gerecht werden als bisher. Auch jetzt finden schon Kurse und Tagungen statt und gibt es das allmonatliche Hofcafé, mit der Fertigstellung des Haupthauses würden noch mehr Angebote möglich sein und würden sicherlich noch mehr Besucher kommen, wie Lenkeit meinte.

„In diesem Jahr werden wir rund 6000 Besucher zählen“, erläuterte er den Vertretern der DSD, die sich vor Ort ein Bild davon machte, dass ihre Spende gut angelegt wird. „Wir platzen aus allen Nähten“, berichtete der Vereinsvorsitzende. Deshalb sei es wichtig, dass das Haus bald fertig werde. Insbesondere durch viel Eigenleistung treibt der Verein den Bau voran.