Wegberg: Den Lehrerberuf mit viel Liebe ausgeübt

Wegberg: Den Lehrerberuf mit viel Liebe ausgeübt

Schulleiter Willy Meersmann und seine Stellvertreterin Ursula Schmitz-Lanske vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg wurden gestern offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Bei der Abschiedsfeier gab es viele Dankesworte.

Zusammengenommen waren sie 53 Jahre lang am Wegberger Gymnasium tätig: Willy Meersmann, seit 1999 Schulleiter, und seine Stellvertreterin Ursula Schmitz-Lanske, die als "Urgestein" seit Gründung der Schule 1976 dabei ist. Mit einer stimmungsvollen Abschiedsfeier begleiteten Eltern, Schüler, Lehrer, und Gäste im Pädagogischen Zentrum (PZ) die Schulleitung gestern in den Ruhestand.

Mit Ursula Schmitz-Lanske verlässt das letzte Gründungsbelegschaftsmitglied das Maximilian-Kolbe-Gymnasium. "Sie beide haben sich mit ihrem offenen, warmherzigen Führungsstil Respekt bei Schülern, Eltern und Kollegen erarbeitet. Sie können stolz sein auf das, was in den vergangenen Jahren hier entstanden ist", sagte Bürgermeister Michael Stock, der selbst am Maximilian-Kolbe-Gymnasium sein Abitur gemacht hat. "Diese Schule hat mich geprägt, mir Heimat gegeben", sagte Stock, dies sei nicht zuletzt das Verdienst der scheidenden Schulleitung. Dezernent Dr. Martin Kupsch von der Bezirksregierung Köln sprach mit Blick auf die Schulleitung am Wegberger Gymnasium von einem "Dreamteam", das ausgezeichnete Arbeit geliefert habe. Für die Elternschaft dankten Alice Steinborn-Pasch, Frauke Dennig-Schmitz und Bernd Küppers dafür, dass die Schulleitung eine Kultur des Miteinanders unterstützt habe. "Der Umgang war immer fair und wertschätzend, deshalb konnten wir es uns leisten, nicht immer einer Meinung zu sein", sagten die Elternvertreter.

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Die Lehrer Gaby Gerigk-Kuhl und Wiard Cassens-Sasse hoben das ausgezeichnete Organisationstalent von Ursula Schmitz-Lanske hervor und erinnerten im Beisein des früheren Schulleiters Josef Hardmann an die erste Lehrerkonferenz in den Sommerferien des Jahres 1976, die im Warteraum des Erkelenzer Bahnhofs stattfand, weil das neue Schulgebäude noch nicht fertig war. "Die Genehmigung für die Oberstufe musste damals noch durch solide Unterrichtsarbeit und stabile Schülerzahlen erkämpft werden, bevor 1985 erstmals das Abitur abgenommen wurde", sagte Wiard Cassens-Sasse. Meersmann selbst dankte seiner Stellvertreterin mit sehr persönlichen Worten: "Du hast mir sehr den Rücken gestärkt und warst mir immer ein große Hilfe."

Eine sehr persönliche Abschiedsrede gelang auch Lehrer Robert von der Gracht, der Willy Meersmann attestierte, seinen Beruf mit viel Liebe ausgeübt zu haben. Die abschließenden Worte bei der Abschiedsfeier gehörten den angehenden Ruheständlern: "Wir sagen auf Wiedersehen und sind sicher, dass wir in Ihren Herzen wohnen", sagten Meersmann und Schmitz-Lanske, bevor sich die Gäste von ihren Sitzplätzen erhoben und langanhaltenden Beifall spendeten.

(RP)
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