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Das ist der Kostenplan für die neue Feuerwache Wegberg

Baubeginn in Wegberg für Frühjahr 2021 geplant : Das ist der Kostenplan für die neue Feuerwache

Rund 9,1 Millionen Euro soll der Neubau der Feuerwache an der Maaseiker Straße kosten. Die Stadt Wegberg hofft in diesem Zusammenhang auf Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt Wegberg hat eine detaillierte Kostenplanung für den Bau der neuen Feuerwache vorgelegt. Demnach wird der Neubau an der Maaseiker Straße knapp 9,1 Millionen Euro kosten. Die Stadt bemüht sich außerdem um Fördermittel aus dem Programm „Sonderaufruf Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“. Die maximale Fördersumme beträgt 250.000 Euro.

Die Stadt Wegberg befindet sich seit 2015 in einem Haushaltssicherungskonzept und muss sparen. Vor diesem Hintergrund sorgten die Baukosten der neuen Feuerwache in der Vergangenheit immer wieder für zahlreiche Diskussionen. Der Neubau soll auf der freien Fläche zwischen dem Hallenbad und dem Grenzlandring an der Maaseiker Straße entstehen. Er ist als Holzbau konzipiert. An dem Planungswettbewerb hatten sich 14 Architekturbüros aus ganz Deutschland beteiligt. Die Wahl fiel schließlich auf das Architektenbüro Scheidt Kasprusch und die Landschaftsarchitekten KuBuS Freiraumplanung, beide aus Berlin. Mit dem Bau der neuen Feuerwache soll im April 2021 begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2022 geplant. Der Stadtrat hatte sich für einen Neubau ausgesprochen, weil die alte Wache an der Venloer Straße nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht und eine Sanierung im Verhältnis zu teuer gewesen wäre.

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Über die Höhe der Baukosten gab es schon viele Diskussionen. Bei der Präsentation des siegreichen Architektenentwurfs im April 2018 war von 3,6 Millionen Euro (netto) die Rede. Wie sich später herausstellte, war damit aber nur ein Teil der Kosten abgebildet. Die Kostenschätzungen bewegten sich von der ersten Machbarkeitsstudie im Jahr 2014 (Kplan) in Höhe von 6,47 Millionen Euro bis zu 8,7 Millionen Euro im Jahr 2019. Die erste Kostenberechnung kam auf 9,36 Millionen Euro, was als zu teuer angesehen wurde. Also kündigte Baudezernent Frank Thies Einsparungen an. So soll das Gebäude nun 4,5 Meter kürzer gebaut werden – das entspricht der Breite eines Fahrzeugstellplatzes. Damit werden rund 171.000 Euro gespart. Außerdem sollen 109.000 Euro weniger ausgegeben werden, weil weniger Erdbewegungen und Entsorgungskosten für den Aushub als ursprünglich geplant notwendig sind. Durch den Wiedereinbau von Feinboden kommt eine weitere Ersparnis in Höhe von 43.000 Euro hinzu.

Die aktuelle Kostenberechnung, die jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt wurde, sieht Gesamtkosten in Höhe von knapp 9,1 Millionen Euro vor. Dabei ist die Kostenaufstellung in sechs Bereiche unterteilt: Vorbereitende Maßnahmen (56.161 Euro), Bauwerk-Baukonstruktion (3,97 Millionen Euro), Bauwerk-Technische Anlagen (1,88 Millionen Euro), Außenanlagen und Freiflächen (1,33 Millionen Euro), Ausstattung 196.750 Euro und Baunebenkosten (1,66 Millionen Euro. Den Förderantrag an das Land NRW hat die Stadt Wegberg bereits gestellt. Baudezernent Frank Thies geht davon aus, dass im Frühjahr 2021 mit einem eventuellen Bescheid über die Bewilligung von Fördermitteln zu rechnen ist.

Die neue Feuerwache ist als Holzbau konzipiert und soll ein multifunktionales Gebäude sein. Untergebracht werden dort unter anderem die Einsatzzentrale, ein Besprechungsraum, ein Fitnessraum, ein Unterrichtsraum, eine Fahrzeughalle mit nebeneinander liegenden Stellplätzen, das Einsatzmittellager, eine Waschhalle für die Fahrzeuge, eine Kfz-Werkstatt, eine Atemschutzwerkstatt, zwei Schlafräume, eine Kleiderkammer und die Umkleidebereiche. Einsätze für das Drehleiterfahrzeug können am Übungsturm geprobt werden. Die neue Feuerwache dient als Gerätehaus für rund 50 ehrenamtliche Mitglieder des Löschzugs 1 (Stadtmitte), für 15 Mitglieder der Bauhof- und Verwaltungsstaffel, für acht Mitglieder der Technischen Einsatzleitung, für 35 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr, als Arbeitsstätte für acht hauptamtliche Feuerwehrleute, als Bürofläche für drei ehrenamtliche Mitglieder der Wehrleitung, als taktisches Büro für den städtischen Verwaltungsstab und als zentrale Ausbildung- und Übungsstätte für insgesamt 280 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg.