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Dalheim: Wanderführer Wilfried Schröder stellt Rundweg "Forst Meinweg" vor

Neuer Rundweg "Forst Meinweg" ab Dalheim : Auf neuen Wanderwegen viel Ruhe genießen

Es gibt Neuigkeiten für gehfreudige Naturliebhaber: Wanderführer Wilfried Schröder hat die neue Strecke „Forst Meinweg“ entwickelt. Der Rundgang startet in Dalheim und führt ohne nennenswerte Steigungen durch Waldgebiete, die außerhalb der gängigen Routen liegen.

Wanderführer Wilfried Schröder hat den neuen Rundweg „Forst Meinweg“ auch als Alternative zu den gut frequentierten Wanderwegen „Birgeler Urwald“ und „Traumweg Wildes Schaagbachtal“, die teils im Wildenrather Gebiet liegen, konzipiert. Letzteren hatte er ebenfalls erstellt. Die Hauptmerkmale des neuen „Forst Meinweg“ sind Ruhe, Stille und Beschaulichkeit – auf gut befestigten Pfaden und Waldwegen können Menschen die Natur in Waldgebieten, die abseits der bekannten Routen liegen, erleben. Vielfältiger Baumbestand, üppige Unterholz-Vegetation und spontane Tierbegegnungen tragen zu Erholung und Entspannung im Grünen bei.

Start- und Endpunkt stellt der Wanderparkplatz „Sechseichen“, Ecke Roermonderbahn, in Dalheim dar. Gegen den Uhrzeigersinn laufend führt der gut ausgeschilderte Weg zunächst ein Stück weit über eine asphaltierte Straße, bevor er auf einen gut befestigten Waldweg wechselt. Entlang von Kiefern, Rot­eichen oder Tannen geht es mit einigen Richtungswechseln weiter, bevor der Wanderer in Sichtweite einer Eibenschonung am Ende des Weges links in einen schmalen Pfad einbiegt. Auch hier sind lediglich Naturgeräusche zu hören, und das naturnahe Erleben ist sehr ausgeprägt. Etwas später zeugen einige Betonmauern auf dem Gelände des umzäunten ehemaligen Treibstofflagers von ursprünglicher Nutzung: Hier sind eine Ziegenschar und vereinzelte Rinder mit extensiver Beweidung beschäftigt. Britische Streitkräfte hatten seit den Fünfzigerjahren diese heutige DBU-Naturerbefläche Arsbeck für militärische Zwecke genutzt. Von hier aus wurden die Flugplätze bei Elmpt und Wildenrath bis Ende der 1970er-Jahre beliefert. Später diente das Areal dem britischen Militär als Übungsplatz und wurde 2013 an den Bund übergeben. Dieser Einblick dürfte vielen Besuchern neu sein.

Queren die Wanderer den Hauptweg Richtung Forsthaus Ritzrode beziehungsweise Oberkrüchten, gelangen sie in ein Naturschutzgebiet, das selten bewandert wird, wie Wanderführer Wilfried Schröder erzählt. „Dies ist der ruhige Teil, in dem ich fast nie Leute sehe“, sagt er, „hier ist es ganz still und schattig – so ist der Weg auch bei warmem Wetter immer durch die Bäume geschützt.“ Hunde anzuleinen, sei hier ebenfalls wichtig. Weiter geht es bis zur niederländischen Grenze, auf der im Folgenden eine Wegstrecke verläuft, bevor der Wanderparkplatz „Sechseichen“ wieder in Sichtweite ist.

„Ich möchte die Natur erlebbar machen und habe Strecken, die wenig begangen werden und außerhalb der bekannten Wege liegen, ausgewählt“, beschreibt der Wanderführer sein Vorgehen bei der Erstellung des neuen Wanderweges „Forst Meinweg“. Auch nach langen Regentagen sei der Weg zu begehen und ein älterer Mensch könne auf ihm laufen, ohne sich zu sehr zu herauszufordern.

Schröder ist Mitglied im Verein Niederrhein, in der Ortsgruppe Mönchengladbach-Rheydt, und er hat mit diesem zusammen die Strecke entwickelt und ausgeschildert. Im Namen des Vereins wird sie auch gepflegt. Bei der Routen-Erstellung hat Wilfried Schröder viel Erfahrung aus seiner langjährigen Wandertätigkeit einfließen lassen. Er ist monatlich für den Naturpark Schwalm-Nette unterwegs sowie bietet für den Verein Niederrhein regelmäßig Führungen an.