Dalheim: Pfadfinder säen Blühstreifen für Insekten

Blühstreifen für Bienen : Pfadfinder in blütenweißer Mission

Passend zur Jahresaktion „Voll kostbar“ haben „Wölflinge“ und „Pfadfinder“ einen Blühstreifen für Bienen und andere Insekten angelegt. Weitere Säh- und Pflanzprojekte sind geplant.

Auf dem zwei Meter breiten Ackerstreifen galt es zunächst für die Mädchen und Jungen der Pfadfindergruppen „Wölflinge“ und „Pfadfinder“ sowie für ihre Leiter, mit Harken die Erde für den Blumensamen vorzubereiten. Die Familie Willemsen, die dieses Feld bewirtschaftet, hatte diesen Abschnitt frei gelassen und gefräst. Etwa ein Viertel der 300 Quadratmeter hatten die Pfadfinder in einer vorherigen Sähaktion bestückt. An diesem Tag widmeten sie sich der restlichen Fläche. Passend zur DPSG-Jahresaktion, „Voll kostbar“ wollten sie so eine Nahrungs- und Lebensgrundlage für Bienen und andere Insekten schaffen. Für weitere Säh- und Pflanzaktionen suchen sie Sponsoren.

„Wir suchen zum einen Landwirte, die auch eine zwei Meter breite Fläche freilassen“, erklärte Leiter Marcus Hoppe, der mit Nicole Winterhagen, Birgit Podssuweit, Norbert Lepers und Julia Könebruch die Aktion verantwortlich begleitete. „Wenn sie dies machen, haben sie auch etwas davon, wenn es den Bienen gut geht.“ Für die aktuelle Fläche hatte der Raiffeisenmarkt Niederkrüchten Samen gespendet. Außer der Schaffung weiterer Blühflächen und zum anderen der Suche nach Sponsoren für Samen oder Geldmittel ist geplant, den Kreisverkehr in Dalheim langfristig beispielsweise mit Bodendeckern oder Blühpflanzen zu gestalten – die Kosten von 250 Euro hoffen die Pfadfinder, durch großzügige Bürger decken zu können. Ebenso sind Blumenspenden willkommen. Ab kommender Woche könnten sie mit der Bepflanzung beginnen. Die fleißigen Helfer bereiteten an diesem Tag die Erde mit Harken vor. Eine artenreiche Wild- und Blumenwiese mit Feld- und Wiesenblumen soll an dieser Stelle wachsen. Nach der Vorbereitung fuhren Einzelne abwechselnd mit dem Sähwägelchen die Reihen ab. Anschließend wurde wieder geharkt, um das Saatgut mit Erde zu bedecken.

Die jungen „Wölflinge“ und „Pfadfinder“ waren ganz von der Sinnhaftigkeit der Aktion überzeugt. „Die Bienen sind vom Aussterben bedroht und deshalb wollen wir Blumen pflanzen“, erzählte Loni (12 Jahre). „Auf den Feldern wächst immer nur eine Pflanzenart“, fügte Lena (15) an, „das ist nicht gut für die Bienen und deshalb pflanzen wir mehrere.“ Diese Aktion und die geplanten Projekte passten sehr gut zu ihrer Jahresaktion „Voll kostbar“, fanden die engagierten Pfadfinder. „Dieses Thema wird im ganzen Jahr in unseren Gruppenstunden aufgegriffen“, beschrieb Nicole Winterhagen die entsprechenden Aktivitäten, „so haben wir ein Stück Garten, in dem wir eigenes Gemüse anpflanzen – da passt die Sache mit den Bienen, die Honig produzieren, sehr gut dazu.“ Genau dem Gedanken der Nachhaltigkeit entsprechend, wie Lena fand. Ebenso sei es für die Pfadfinder wichtig, auf ihren ökologischen Fußabdruck zu achten, hieß es aus der Runde. „Es ist das erste Mal, dass ich mitmache und es hat bisher Spaß gemacht zu harken und ich habe auch gesät“, berichtete Wölfling Lilith (10), „es ist gut für die Bienen und die Natur. Es gibt immer weniger Flächen, auf denen die Natur wachsen kann.“ An der Pfadfinderschaft mochte Maja (10), dass sie etwas über die Natur lernten und damit auch besser darin zurecht kommen. Auch Mia (9) hielt diese Beschäftigung für eine gute Idee – besser, als an Tablet oder Handy die Zeit zu verbringen sei es, mehr nach draußen zu gehen.

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