Brunnenproben im Kreis Heinsberg analysiert Naturschützer kritisieren zu hohe Nitratwerte im Grundwasser

Erkelenzer Land · Führt der Einsatz von Düngemitteln zu einer erhöhten Belastung im Grundwasser? Das haben Analysen des Vereins VSR-Gewässerschutz von Proben aus Brunnen in Wegberg und Wassenberg ergeben. Keine Gefahren für die Gesundheit sieht das Kreiswasserwerk.

Dieser Brunnen in einem privaten Garten in Rurich führt schon seit einiger Zeit kein Wasser mehr.

Dieser Brunnen in einem privaten Garten in Rurich führt schon seit einiger Zeit kein Wasser mehr.

Foto: Ruth Klapproth

Der gemeinnützige Verein VSR-Gewässerschutz mit Sitz in Geldern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Belastungen des Grundwassers aufzudecken, die möglicherweise gesundheitsschädigend sein können. In den vergangenen beiden Monaten waren die Labormobile der Organisation auch im Raum Wegberg und Wassenberg unterwegs, um vor Ort Wasserproben aus privat genutzten Brunnen zu analysieren. Das Ergebnis nach Angaben von VSR-Gewässerschutz: In fast jeder zweiten Probe wurde der Nitratgrenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter überschritten, teilweise deutlich. Bei einem Brunnen in Harbeck lag der Nitratgehalt bei 161 Milligramm, in Watern bei 137 Milligramm. VSR Gewässerschutz macht dafür in erster Linie den Einsatz von Düngemitteln im Ackerbau verantwortlich und fordert ein Umdenken.