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Wegberg: Bierkasten-Duelle um den WM-Titel

Wegberg : Bierkasten-Duelle um den WM-Titel

Eine skurrile Wintersportart gibt es in Wegberg zu erleben: Die Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling gilt als winterliches Markenzeichen der Stadt. Der Winterzauber startet am 21. November.

Der Wegberger Winterzauber wirft seine Schatten voraus: Von Freitag, 21. November, bis Sonntag, 11. Januar, laden die Werbegemeinschaft Wegberg als Veranstalter und die Stadt Wegberg zur fünften Auflage der beliebten Veranstaltung ein. Seit der Premiere der Veranstaltung haben jedes Jahr mehr als 7000 Kinder die Schlittschuhe geschnürt, um auf der großen Eisbahn auf dem Rathausplatz ihre Runden zu laufen. Vormittags machten die Schulen regen Gebrauch von dem Angebot, die Eisbahn kostenlos zu benutzen.

Diesmal wird der Winterzauber erstmals sieben (bisher sechs) Wochen dauern. Sportlicher Höhepunkt ist die Ausrichtung der Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling. Das muntere Kastenschieben vor dem Wegberger Rathaus gilt längst als skurrilste Wintersportart Deutschlands. Zum WM-Turnier meldeten sich im vergangenen Jahr 138 Mannschaften (mit jeweils mindestens vier Spielern) an. Chef-Organisator Manfred Vits kündigt an, dass es in diesem Jahr eine Regeländerung gibt, die sicherstellt, dass jedes Team mindestens drei Bierkasten-Duelle auf dem Eis zu spielen hat. Deshalb werden maximal 96 Mannschaften an den Start gehen.

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Nicht nur auf dem Eis ist während der Winterzauber-Wochen jede Menge los. Vom Kinderchor über Rock- und Popmusik bis zum "Singen für jedermann" wird auch diesmal wieder für jede Altersgruppe wieder etwas angeboten. Ermöglicht wird der Winterzauber durch die Kreissparkasse Heinsberg, die West Energie und Verkehr, die NVV sowie zahlreiche Sponsoren aus der Wegberger Geschäftswelt, die mit Bandenwerbung die Finanzierung des Winterzaubers sichergestellt haben.

Die Werbegemeinschaft Wegberg ist für den Winterzauber finanziell verantwortlich. Den voraussichtlichen Ausgaben in Höhe von 60 000 Euro stehen nach Angaben der Stadtverwaltung kalkulierte Einnahmen in gleicher Höhe gegenüber. Die größten Ausgabeposten sind neben den Kosten der Eisbahnmiete, die Kosten für die Technik, die Beleuchtung und Beschallung des Rathausplatzes sowie Versicherungen und Werbung für das umfangreiche Rahmenprogramm. Einnahmen werden neben Sponsorengeldern aus den Eintrittsgeldern, Einnahmen aus dem Schlittschuhverleih, der Standmiete, der Vermietung der Holzhäuser auf dem Rathausplatz sowie den Einnahmen aus der Bandenwerbung im Bereich der Eisbahn erzielt.

Die Stadt Wegberg beteiligt sich an der Verwirklichung des Winterzaubers durch die Inanspruchnahme des Baubetriebshofes beim Transport und Aufbau der Absperrgitter und Reinigung des Rathausplatzes nach den Veranstaltungen am Wochenende. Die Mitarbeiter des Stadtmarketings sind verantwortlich für die Entwicklung und die Begleitung des Rahmenprogramms.

(RP)