Bewegende Begegnungen bei der Holtumer Oktav

Bilanz zur Holtumer Oktav : Bewegende Begegnungen bei der Oktav

Drei Mitglieder des neuen Regionalteams der Region Heinsberg begleiteten die Wallfahrtswoche, an der etwa 5000 Pilger teilnahmen.

Die Begleitung durch drei Mitglieder des neuen Regionalteams der Region Heinsberg war ein Ansatz, der auf beiden Seiten gut ankam. Hiltrud Derix, Diakon Stephan Lütgemeier und Pfarrer Markus Bruns hatten sich und ihre Aufgaben den Gläubigen während der Holtumer Oktav vorgestellt. Ihnen wiederum hatte es Spaß bereitet, an den jeweiligen Tagen Predigten zu halten und so die Pilgermessen mitzugestalten. Dies wurde in einem Gespräch von Oktavbeauftragter Hedwig Klein, die mit dem Kapellenvorstand zusammenarbeitet, Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran und Stephan Lütgemeier deutlich. Rund 5000 Besucher und damit ähnlich viele wie im vergangenen Jahr waren nach Holtum gekommen.

Im Sinne des synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozesses „Heute bei dir“, den Bischof Helmut Dieser in seiner Silvesterpredigt 2017 ausrief, hatte die Oktavwoche unter dem überspannenden Thema „Heute bei dir – Leben ist Begegnung“ gestanden. Auch bei den auf Maria bezogenen Tagesthemen bildeten deren Treffen mit anderen Menschen oder dem Engel den Schwerpunkt. Stephan Lütgemeier berichtete von unterschiedlichen Erfahrungen, die die beiden anderen Teammitglieder und er während der vergangenen Tage gesammelt hatten. Dabei machten Hedwig Klein und Pfarrer Tran deutlich, dass es sich bei dieser Begleitung um eine Ausnahme handelte, um das Regionalteam vor Ort einzubinden. Grundsätzlich versuche die Pfarrei Sankt Martin, einen Oktavprediger für die Oktavwochen zu gewinnen. Somit hat Pfarrer Kurt-Josef Wecker aus Heimbach für nächstes Jahr und Pfarrer Timotheus Eller bereits für 2021 zugesagt. „Wir haben uns an den verschiedenen Tagen aufgeteilt“, erzählte der Diakon, einen gemeinsamen Gottesdienst hatte leider ein Unfall verhindert. „Es kamen immer viele Besucher, morgens um 6.45 Uhr mehr als 100 und um 8 Uhr nochmals 130, 140.“ Er war an vier der acht Tage eingebunden gewesen und hatte Menschen gesehen, die jeden Tag da waren und Exerzitien im Alltag hatten. „Es zeigt, dass genau solche Veranstaltungen wie die Oktavwoche für die Zukunft der Kirche stehen können.“

Eine besondere Messgestaltung hatte er sich dabei für den Donnerstag mit Tagesthema „Begegnung an der Krippe“ überlegt. So war er mit Hirtenstab, Hut und Hirtenkleidung aus der Sakristei der Holtumer Kapelle, die in diesem Jahr 375-jähriges Bestehen feiert – herausgekommen und hatte davon berichtete, gerade einem Engel begegnet zu sein. Seiner Meinung nach war es eine sehr berührende Situation mit den Kindern und Erwachsenen gewesen. Von großer Anteilnahme der Senioren und Kranken bei deren Wallfahrt berichtete darüber hinaus Pfarrer Tran: Nach der Predigt hatten viele von ihm die Krankensalbung erhalten.

Ebenso führte Hedwig Klein Besonderheiten an. So waren die Kinder und Jugendlichen mit 300 Schülern, 140 Kindergartenkindern und 100 Kommunionkindern stärker vertreten gewesen. Die meisten Besucher gab es bei der Wallfahrt der Frauen und Frauengemeinschaften, bei der mehr als 300 Jubiläums-Gebetszettel verteilt wurden. Zudem hatten im zweiten Jahr wieder zahlreiche Gespräche in Alteneinrichtungen und Organisationen stattgefunden.