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Wegberg: Bewährte Vielfalt zum Jubiläum

Wegberg : Bewährte Vielfalt zum Jubiläum

Nach der Beecker Orgel feiert nun der Kulturförderkreis Opus 512 sein 25-jähriges Bestehen. Festmesse und Festakt sind am 16. Februar. Das Jahresprogramm bietet ein Wiedersehen mit bekannten Gästen.

Mit dem 42. Kammerkonzert im Musiksaal des Vincentiushauses eröffnet der Kulturförderkreis Opus 512 am Sonntag, 5. Januar, 18 Uhr, sein Jubiläumsjahr. Solistin ist die chinesische Pianistin Xin Wang aus Sichuan/China.

Viele Jahre mit Opus verbunden: die Musiker der Bundeswehr. Foto: kn

Xin Wang ist eine der führenden Pianistinnen der Inneren Mongolei. Bereits mit sieben Jahren wurde sie Preisträgerin des nationalen chinesischen Klavierwettbewerbs, berichtet Opus. Mit zwölf Jahren begann ihr Studium an der Musikhochschule Tianjin/China. Danach studierte sie an der Musikhochschule Köln und absolvierte Meisterkurse. Konzertreisen führten Xin Wang durch Deutschland, nach Belgien, Italien, Frankreich, Spanien und in die Niederlande. In China ist sie Partnerin verschiedener Kammermusikensembles.

Kirchenmusikdirektor Viktor Scholz: erneut zu Gast in Beeck. Foto: kn

Xin Wang spielt beim Konzert in Beeck die Waldstein-Sonate von Ludwig van Beethoven, das Allegro de Concierto von Enrique Granados, die Klavierstücke op. 118 von Johannes Brahms und die Sonate Nr. 2 op. 14 von Sergej Prokofiev.

Redner beim Festakt: Musikjournalist Wolfram Goertz. Foto: Schaller (archiv)

25 Jahre Opus verführt den Kulturförderverein nicht zu glamourösen Höhenflügen mit teuren Star-Engagements. Opus bleibt sich mit Vielfalt und bewährter Qualität treu und hat sein Programm mit Bedacht konzipiert. Wie die Vorstandsmitglieder Günter Scheulen und Heinrich Heinen betonen, wurden bewusst Interpreten verpflichtet, die bei Opus erfolgreich gastiert haben. Und da spielen chinesische Künstler und Nachwuchstalente eine besondere Rolle. Wie schon im vergangenen Sommer wird es auch 2014 am 13. Juli wieder ein Konzert mit Musikstudenten aus China geben.

Mit dem "Jungen Konzertpodium" von Preisträgern vom Wettbewerb des Deutschen Tonkünstler-Verbandes wird am 9. Februar, 11 Uhr, die Tradition der Jugendmatineen des Vereins fortgesetzt. Neu im Programm ist eine Veranstaltung für die Allerjüngsten: eine musikalische Kinderlesung in der Turnhalle der Beecker Grundschule am 16. Mai.

Das Jubiläumsprogramm erfährt mit einem Festtag am Sonntag, 16. Februar, einen besonderen Höhepunkt. In einer Festmesse ab 9.30 Uhr in der Kirche erklingen die Pastoralmesse in C von Ignaz Reimann und das berühmte "Halleluja" von Händel, interpretiert von den Kirchenchören Beeck und Merbeck, der Chorgemeinschaft Rath-Anhoven, Gesangssolisten aus München und Mönchengladbach und Mitgliedern der Niederrheinischen Sinfoniker unter der Gesamtleitung von Helmut Misgaiski; an der Orgel Udo Witt aus Mönchengladbach. Nach der Festmesse wird gegen 11.30 Uhr ein Festakt im Vincentius-Saal beginnen, bei dem Dr. Wolfram Goertz, Musikjournalist der Rheinischen Post, den Festvortrag hält. Geselliger Ausklang für Akteure und Gäste ist dann ein "Rheinisches Frühstück".

Den langen Kontakt zu den Musikern der Bundeswehr setzt das Symphoniekonzert am 20. März in der Beecker Kirche fort: Es gastiert zur Eröffnung des Wegberger Musikfrühlings das Musikkorps der Bundeswehr. Zu Kammerkonzerten laden die Beecker auch wieder in die Heilig-Kreuz-Kapelle nach Kipshoven ein: Das Wiener Haydn-Quartett interpretiert dort am 18. April Haydns "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz".

Der leichten Muse Tribut zollt die "Cafe-Haus-Musik" am 4. Mai (16 Uhr) im Rittersaal der Burg Wegberg mit dem Ensemble "Pomp-A-Dur" und Melodien der 20er bis 50er Jahre. Auch Jazz gibt's wieder zum Brunch im Biergarten von Hotel Esser/Kipshoven am 20. Juli.

Gastensembles und Solisten der vier Kammer- und Orgelkonzerte im zweiten Halbjahr sind Bachkantor Gottfried Preller aus Schmalkalden mit einem Bach-Programm sowie Kirchenmusikdirektor Viktor Scholz/Gladbach an der Orgel gemeinsam mit Mezzosopranistin Angela Froemer, das Ensemble Dreiklang aus Essen und das Duo Scheibling (Wachtberg). Den fulminanten Schlussakzent des Jubiläumsjahres setzt am 13. Dezember dann in St. Vincentius der Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff.

(RP)