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Bei Gerderhahn: Gefahr für Fußgänger und Radfahrer

Nachteile der Straßenverengung : Gefahr für Fußgänger und Radfahrer

Auf der einen Seite ist die Idee gut: Zwei Verengungen am Ortsausgang Gerderhahn lassen den Verkehr langsamer fließen. Auf der anderen Seite aber ergibt sich laut Hans-Willi Backhaus eine lebensgefährliche Situation für Fußgänger und Radfahrer, weil entsprechende Wege fehlen.

Der Wegberger Hans-Willi Backhaus hat die gefährliche Situation am Ortsausgang von Gerderhahn Richtung Golkrath nahe der Ampelkreuzung schon viele Male erlebt. Häufig ist er von Tüschenbroich nach Golkrath zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und muss somit die beiden Verengungen hinter Gerderhahn passieren. Zunächst ist auf der rechten Seite eine Verengung zu passieren, bevor ein paar Meter weiter auch links eine kommt. Davor enden die Bürgersteige, und erst nach 60 Metern fängt auf der linken Seite wieder ein Fuß- und Radweg an. Eine lange Strecke, auf der man aufpassen muss, dass kein Fahrzeug zu nahe kommt. Aufgrund der Streckenlänge kommen Backhaus zufolge aber meist Autos und Lastkraftwagen dazu, und dann wird es eng. Für ihn ist das eine lebensbedrohliche Situation, von der er glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis dort schwere Unfälle passieren.

Für den Fall, dass Fahrzeuge kommen, gäbe es wenige Möglichkeiten, zu reagieren. „Ich bin selber auch oft auf den Grünstreifen ausgewichen“, erzählt Backhaus, „oder man setzt sich dem Risiko aus und hält durch.“ An vielen Stellen habe man allerdings gar keine Ausweichmöglichkeit, da dort Bäume und Zäune stünden und damit der Abstand zur Straße zu gering sei. „Es ist immer eine sehr kritische Situation, da ein der Not entspringendes Ausweichen auf Grünstreifen an manchen Stellen aufgrund der Enge nicht möglich ist.“

Auch wenn Leute mit Kinderwagen ab Gerderhahn unterwegs seien, sei die Situation sehr schwierig. Eigentlich müssten Auto- oder Lkw-Fahrer anderthalb Meter Abstand zu Passanten und Radfahrern halten und ansonsten hinterher fahren. Eine Regelung, die hier schwierig umzusetzen ist. Dazu kommt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vor allem am Nachmittag – dann kämen endlos Autos und Lkw, die Kolonne höre nicht auf. „Die zwei Verengungen erfüllen ihren Zweck, dass der Verkehr langsamer fließt, aber sie verschärfen die Situation der Fußgänger und Radfahrer“, betont Hans-Willi Backhaus.

Es müssten sich seiner Meinung nach Leute aus dem Erkelenzer Amt damit befassen. Voraussichtlich müsste der anliegende Eigentümer gefragt werden, um bauliche Änderungen durchführen zu können. „Dann könnte der Fußgänger- und Radweg bis zum Ortsausgang, wo es wieder Bürgersteige gibt und eine durchgängige Ortsdurchfahrt, zu Ende geführt werden.“ Der Bau des Rad- und Fußgängerweges über die Ampel hinüber bis zum Ortseingang Golkrath habe die Verkehrssituation bereits gut entschärft, fügt Backhaus an – der sei klasse und gut an den Ort angeschlossen.