Beecker Schützen: Brudermeister Fervers macht Schluss

Nachfolger gesucht : Beecker Schützen: Brudermeister Fervers macht nach 16 Jahren Schluss

Erneut war die Wahl eines neuen Brudermeisters ein Schwerpunkthema bei der Hauptversammlung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Beeck.

Bereits im vergangenen Jahr hatte bisheriger Amtsinhaber Herbert Fervers entgegen seiner ursprünglichen Absicht seine Amtstätigkeit um ein Jahr verlängert. Jetzt sollte für ihn damit nach 35 Vorstandsjahren und davon 16 Jahren als Brudermeister Schluss sein. Die Hoffnung, einen regulären Nachfolger zu finden, erfüllte sich jedoch nicht, wie sich im Laufe der Veranstaltung zeigte. Statt dessen übernahm Geschäftsführer Karl-Josef Wolters das Amt kommissarisch, und es wurde für die Neuwahl eine außergewöhnliche Mitgliederversammlung für den 31. März angesetzt.

Ziel ist, dann einen Brudermeister zu finden. Karl-Josef Wolters wurde an diesem Vormittag gleichzeitig als Geschäftsführer wiedergewählt. Falls sich allerdings bis 2020 kein Erster Brudermeister finde, werde er auch sein Amt als Geschäftsführer zur Verfügung stellen, verdeutlichte er seine Absicht – die reguläre Amtszeit umfasst eigentlich zwei Jahre. Ein vielversprechender Ansatz, der sich aus den Diskussionen ergab war, dass drei Mitglieder der Offiziersgruppe Erfahrungen im Vorstand etwa als Beisitzer sammeln möchten. „Wir brauchen aus dieser Gruppe jemand, der vorne ansteht“, betonte dabei Herbert Fervers. Er hatte sich zuvor mit herzlichen Worten an die 116 Schützenschwestern und -brüder gewandt, um sich für die zurückliegende Zusammenarbeit zu bedanken. Im Einzelnen hob er die ergebnisreiche Arbeit mit den Jungschützen, die gute Kooperation mit Pater Franz sowie den Diözesan-Jungschützentag mit 2000 Teilnehmern als besondere Erfahrungen hervor. Das größte Fest in Beeck seien die Bundesjungschützentage mit über 5000 Teilnehmern und 1000 Übernachtungen gewesen.

Präses Franz Xaver Huu Duc Tran empfahl, den bevorstehenden Wandel nicht als Revolution sondern als Transformation durchzuführen. Die Jugend müsse sich anstrengen und schauen, wie sie den Dreiklang Glaube, Sitte und Heimat durchbuchstabiere, so dass er tragfähig bleibe. Er dankte Herbert Fervers, der umsichtig und aus seinem Glauben heraus agiert habe, für dessen bisherigen langjährigen Einsatz. Bei den Wahlen wurden zudem Christian Althoff als Erster Kassierer und Michael Stever als Internetbeauftragter im Amt bestätigt. Jungschützenmeister ist Jan Wingerath.

Ein wichtiger Termin steht mit der Krönungsmesse am 4. Mai an: dann wird Heribert Pranschke als neuer König dem jetzigen Amtsinhaber Willi Roegels folgen. Und Heinz-Josef Born berichtete stellvertretend für Schießmeister Frank Wolf von einem besonderen Erfolg der Mannschaft mit Richard Amend (274 Ringe), Jens Born (267 Ringe) und Andreas Kögler (258 Ringe): Sie wurde im Jahr 2018 bei der Bundesmeisterschaft in Frechen Bundessieger in der Disziplin Luftpistole.

Bei der Hauptversammlung wurden zudem Jubilare geehrt: Jörn Grabowski, Wolfgang Hülsen und Jens Knippenberg für 25 Jahre Mitgliedschaft, Heinz-Willi Brunen, Hermann-Josef Brunen, Manfred Brunen, Frank Fritzen, Reiner Gerads, Helmut Krappen, Christian Pape und Simon Pape für 40 Jahre, Franz van Betteraey und Rainer Esser für 50 Jahre, Klaus Broecker, Wolfgang Hülsen, Heinz Nix und Michael Schlagheck für 60 Jahre sowie Josef Joerihsen für 70 Jahre. Willi Roegels erhielt das Silberne Verdienstkreuz.

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