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Beeckbachbühne Wegberg: Eltern spielen für Kinder "Arche Noah"

Beeckbachbühne: Eltern spielen für Kinder : Gewimmel in der Arche Noah

Eltern des St. Vincentius Kindergartens in Beeck spielten für die Kinder Theater. Sie schrieben dafür das Stück „Arche Noah“.

„Es ist noch Platz in der Arche“ erschallt als eingängiger Song im Saal des Beecker Vincentiushauses und eine quirlige Schar Beecker Grundschulkinder im Publikum stimmt schnell mit ein. Die Beeckbachbühne hat wieder ein neues Stück aus eigener Feder einstudiert, erstmals geht es um ein biblisches Thema: die Arche Noah. Und dies ist, wie immer bei den Akteuren der Theatergruppe, mit viel Spielwitz und schönen szenischen Einfällen umgesetzt.

Vor fünf Jahren haben sich Eltern von Beecker Kindergartenkindern zusammengetan, um den Kindern und Eltern des Kindergartens mit einem Weihnachtsstück eine Freude zu machen. „Das hat uns so viel Spaß gemacht, das wir beschlossen, als kleines Ensemble für die Kinder weiterzumachen“, sagt Mitspielerin Bianca Althoff. Mit Stücken aus der Retorte gibt sich das Ensemble allerdings nicht zufrieden, sondern wartet stets mit Stücken „Marke Eigenbau“ auf. Für Licht- und Tontechnik gibt es mittlerweile Profi-Unterstützung (Firma KTM Kipshoven).

Von Anfang an ist Monique Jungbluth die Autorin, aus deren Feder auch der aktuelle „Noah“ floss. „Sie kennt unsere Stärken bestens und schreibt uns die Stücke gleichsam auf den Leib“, sagt Markus Schlaak, der als vorwitzig-pfiffige Biene Brummi übrigens auch perfekt und zur Freude der Kinder Songs interpretiert, für die Kerstin Schockert, die auch singt, verantwortlich zeichnet. Und mit Stefan Bimmermann als Begleiter am Keyboard kann nichts schiefgehen.

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Seit Ostern üben die Akteure, zu denen neben den genannten noch Heike Kresken, Bärbel Hamacher, Sandra Bolten-Tillmanns und Markus Bings gehören. „Wir sind vorher immer schon gespannt, was Monique sich wieder hat für uns einfallen lassen“, sagt Bärbel Hamacher. Als Erzieherin im Beecker Kindergarten ist sie die einzige Akteurin, die heute noch aus dem Kindergarten kommt, denn die früheren Kita-Eltern, sind mittlerweile alle Eltern von Grundschulkindern – die seit längerem neben den Kita-Kindern auch eingeladen sind. Bislang ging es mit den Stücken ins Zirkus-, Piraten- und Bauernmilieu. Diesmal versammeln sich neben Noah und seiner Frau das Nashorn Nero, die drei Bienen Brummi, Bienchen und Bolle und ein bunter Papgei zum Zusammenzimmern der Arche und laden noch viele andere „gute Tiere“ ein, um nach der Sintflut mit ihnen die neue Welt aufzubauen.

Erleichtert reagieren die beiden Bienen-Damen als sie erfahren, dass sie nicht erst das Seepferdchen machen müssen, um in der Arche mitgenommen zu werden, schließlich kümmern sich die nützlichen Flügelwesen um Blumen und Pflanzen und sorgen für leckeren Honig auf dem Brot. So wird mit dem Spaß auch ein Schuss Naturkunde ins Spiel gemischt. Ebenso wie das Thema Religion, denn „Gottes Wort“ wird aus dem Off eingespielt, und der „Blinde Archen-Passagier“ Brummi erfährt, „dass Gott mich lieb hat“. Als das Loch in der Arche dank Nashorn Nero, das kurzentschlossen sein Horn ins Loch steckt, schließlich doch nicht zum Untergang führt und Land in Sicht ist, sind alle glücklich.

Viele tierische Bewohner der Arche, die nicht als Rollen besetzt werden konnten, wurden als Bilder aufgeklebt – dafür und für das schöne Bühnenbild und die fantasiereichen Kostüme zeichnete Tanja Nippert verantwortlich. Als gute Geister hinter den Kulissen trugen Christoph und Nicola Lehmann zum Erfolg bei.