Beeck: Weihnachtssingen für den Kinderhospizverein

Kirche St. Vincentius Beeck : Weihnachtssingen für den Kinderhospizverein

Es ist schon fast Tradition, dass Georg Wimmers am Tag vor Heiligabend in der Beecker Kirche aufruft „Komm, wir singen!“

In der abgedunkelten und illuminierten Kirche kam schon beim ersten Lied „Wenn die vierte Kerze brennt“ advent-weihnachtliche Stimmung auf. Als Vorsänger mit Gitarre wurde Georg Wimmers unterstützt von Martin Fauck am Keyboard und Reinhard Tillmann auf der großen Stockmann-Orgel. Im Laufe des Singens kamen dann noch Überraschungsgäste hinzu.

Beim „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ teilte Wimmers das Publikum dreiteilig auf und gestaltete so einen Kanon des „größten Chores des Erkelenzer Landes“. Aber nicht nur mit diesem Kanon bezog Wimmers das Publikum ein. Er ließ auch im Wechsel Männer, Frauen und Kinder singen, was allen Riesenspaß bereitete.

Beim Lied „Tausend Lichter“ traten der elfjährige Henrik Fauck und die achtjährige Magdalene Orsolic als Duett auf und ernteten einen riesigen Applaus. Dann stellte Georg Wimmers die gebürtige Beeckerin Sandra Schopen vor. Sie koordiniert und organisiert für den Deutschen Kinderhospizverein Olpe bundesweit Projekte für Geschwisterkinder von lebensverkürzt erkrankten Kindern. Die Geschwister fühlen sich oft allein. Schopen gibt ihnen mit ihren Projekten die Möglichkeit, sich mit ihrer Lebenssituation und den ihnen wichtigen Themen auseinander zu setzen. Freude im Miteinander zu erleben gibt den Geschwistern Kraft, mit der Situation der Schwester oder des Bruders umzugehen. Schopen las aus Briefen von Geschwisterkindern vor: „Ich habe festgestellt, dass ich in meinem Leben nie die erste Rolle gespielt habe. Es ist gut, das durch die Projektarbeit zu begreifen.“

Zu Wimmers’ Zeiten als Rektor der Beecker Grundschule hatte er einen Kinderchor, die Beecker Spätzchen, gegründet. Ein ehemaliges Spätzchen, Elena Thissen, „jetzt schon ein richtiger Spatz“, wie Wimmers meinte, hat sich nicht nur stimmlich, sondern auch instrumental entwickelt und erhielt für ihren Auftritt viel Beifall. Dann folgte eine weitere Überraschung. Vor Jahren leitete Wimmers einen gemischten Chor, den „Gospel-Train“. Viele Mitglieder des früheren Chores konnte er nun davon überzeugen, an diesem Abend noch einmal aufzutreten.

Bei „God will make a way“ und „Shine your light“ wurden sie solistisch von Kathrin Wimmers und Dagmar Fauk unterstützt. Zum Abschluss bat Wimmers das Publikum, doch großzügig die Arbeit von Sandra Schopen zu unterstützen. Und das geschah. Die Kollekte ergab einen Betrag von 2685 Euro.

Bei der anschließenden Übergabe im Flachsmuseum, mit Glühwein und Weihnachtsgebäck, meinte Wimmers, ob nicht die 3000-Euro-Grenze zu knacken sei. Es entwickelte sich eine Art amerikanische Versteigerung. Angetrieben wurde diese noch durch Heinrich Heinen vom Kulturförderkreis Opus 512, der zwei Freikarten für das 52. Kammerkonzert mit Maria Kliegel (Cello) und Oliver Triendl (Klavier) zur Verfügung stellte. Am Ende konnte Schopen 3600 Euro für ihre Arbeit mitnehmen, wofür sie sich ganz herzlich bedankte.

(RP)
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