Beeck: Cäcilienchor und Brassband Merum in Kirche St. Vincentius

Cäcilienkonzert mit Brassband "Merum" in Beeck : Musiker zweier Länder harmonierten

Den mehr als 300 Zuhörern wurde beim Cäcilienkonzert eine enorme Klangstärke geboten: 85 Sänger und Sängerinnen traten mit den etwa 30 Musikern der niederländischen Brassband „Merum“ auf.

Für die 85 Sängerinnen und Sänger sowie etwa 30 Musiker der niederländischen Brassband „Merum“ stellte die Balance der Lautstärke aller Beteiligten eine der größten Herausforderungen beim Cäcilienkonzert in der Kirche St. Vincentius dar. Entsprechend umsichtig gingen die musikalischen Leiter Karl Hütz und Maurice Daemen vor. Während Hütz bei gemeinsamen Vorträgen sowie beim alleinigen Chorgesang dirigierte, leitete sein niederländischer Kollege die Brassband bei rein instrumentalen Stücken an. Alle erreichten eine klangliche Ausgewogenheit, waren doch die Formationen jeweils deutlich bei guter Akustik im Kirchenraum zu hören. Sehr zur Begeisterung der mehr als 300 Zuhörer, die immer wieder viel Beifall klatschten.

Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran zeigte sich sehr erfreut über das Interesse an der Musica sacra, der Kirchenmusik. Dabei ging er auf die Neuausrichtung der Gesangsgruppen ein. So haben die Chöre St. Vincentius Beeck und St. Rochus Dalheim mit Michael Decker einen neuen Dirigenten und studierten gemeinsam mit ihm die Werke für das Konzert ein. Sie hatten sich damit dem Kirchenchor „Cäcilia“ 1846 Wegberg angeschlossen, der bereits seit dem Sommer für die zwei großen Konzerte mit der niederländischen Brassband „Merum“ zu proben begonnen hatte. Ihm als Pastor seien zweierlei Dinge wichtig, fügte Tran an. Zum einen, dass es mit der Chormusik in Beeck und Dalheim weitergehe, nachdem der ehemalige Dirigent Helmut Misgaiski in Ruhestand gegangen war. Dieser begleitete an diesem Abend an der Orgel. Und zum anderen, dass alle unter dem Schutz des Patrons St. Martin eine besondere Zusammenarbeit realisieren. Gemeinsam ließen die Chöre und Brassband, mit mit 1. und 2. Trompeten, Tubas, Hörnern, Schlagwerk und mehr ein komplettes sinfonisches Bläserensemble darstellte, etwa die „Missa brevis in F-Dur“ des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan in sehr feierlicher und einnehmender Weise hören. Ebenso brachten alle sehr ausdrucksvoll die Geistliche Kantate „Tröste mein Volk“ des 1944 geborenen Gerhard Rabe mit Betonung auf den einzelnen Worten dar. Ein Highlight der rein instrumentalen Stücke war das Volkslied „I Himmelen“ des Autors Tom Brevek, in dem sich das Flügelhorn-Solo sehr stimmungsvoll abhob. Und in der rhythmusbetonten Weise „Horizons“ des jungen Paul Lovatt-Cooper taten sich sehr agil die Tubas, Pauken und Trommeln hervor – hierin entwickelten alle Musiker viel Ausdruckskraft und strebten in schnellem Tempo vorwärts. Hin zu lang anhaltendem, abschließendem Beifall, zu dem das Publikum geschlossen aufstand. Und auf den Instrumentalisten und Chöre erneut das „Agnus Dei“ der eingangs gesungenen und gespielten Messe als Zugabe folgen ließen.