1. NRW
  2. Städte
  3. Wegberg

Aktionskreis Wegberger Mühle: Jubiläumsfeier muss ausfallen

Eine Bilanz : Zehn Jahre Aktionskreis Wegberger Mühle

Im vergangenen Jahrzehnt erreichte der Kreis mit seinen zahlreichen Aktionen Tausende von Bürgern. Den großen Jubiläumsabend, an dem auch in Erinnerungen geschwelgt werden sollte, mussten die Wegberger absagen.

Der 7. Mai sollte ein ganz besonderer Tag werden. So zumindest hatten es sich die Projektgrupe des Aktionskreises Wegberger Mühle (AWM) vorgestellt, als sie das Jahr 2020 plante. An diesem 7. Mai sollte mit einem Jubiläumsabend das zehnjährige Bestehen gefeiert werden. Doch auch diese Veranstaltung fiel dem Coronavirus zum Opfer. Besonders bedauerlich war das für  Karl Küppers, der in ungezählten Arbeitsstunden eine mehr als 1000 Seiten umfassende Präsentation erstellt hatte, mit der er die vergangenen Jahre Revue passieren lassen wollte.

Der im Februar 2010 auf Initiative von Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein als Teil im Stadtmarketing gegründete Aktionskreis stellte sich folgende Aufgabe: Veranstaltungen durchführen für alle, die sich in ihrer Freizeit mit gesellschaftlich relevanten Themen beschäftigen, Neues entdecken, andere Städte besuchen und innovative Ideen kennenlernen wollen. Diese Aufgabe hat der AWM in großer Vielfalt erfüllt, wie das jährlich herausgegebene Programm verdeutlicht – rund 6000 Gäste nahmen knapp 150 Angebote wahr. Zur Projektgruppe gehören Günter Arnolds, Alfred Fegers, Peter Hanf, Hedwig Klein, Karl Küppers, Folkmar Pietsch, Klara Schlömer, Ulla Sevenich-Mattar und Maria Zohren.

Wie groß diese Vielfalt war, zeigt ein kleiner Überblick: Die Themenabende in der Mühle mit entsprechenden Experten reichten von Informationen über fremde Kulturen, über den Naturpark Schwalm-Nette und den Schwalmverband, den Braunkohletagebau Garzweiler, „Zu Fuß durch Amerika“, „Erben und Vererben“ und Gesundheitsvorsorge über Sicherheit vor Einbrechern und Elektromobilität bis hin zur Geschichte der Karmeliter in Wegberg. Besichtigt wurden zahlreiche Betriebe in der Stadt, und es wurde in und um Wegberg ausgiebig gewandert. Zu den Höhepunkten im Jahresablauf zählten Tagesausflüge in die Partnerstädte Echt und Maaseik, nach Kempen, Maastricht, Aachen, Bonn, in den Hürtgenwald und nach Eupen. In dem Zusammenhang sind auch außergewöhnliche Weihnachtsmärkte zu nennen, die stets im Dezember angesteuert wurden.

Besonders freuten sich die AWM-Gäste auf die in jedem Jahr angebotenen Wochenreisen, die beispielsweise nach Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern, ins Elsass oder nach Schleswig-Holstein führten. Beliebt waren auch die „Dolce Vita“-Abende und die beiden Schreibwerkstätten „SiebenSchreiber“ und „Mühlenpoeten“.

Alles in allem bot der AWM in den zehn Jahren ein abwechslungsreiches Programm, das stets eine große Resonanz fand und am 7. Mai nochmal in die Erinnerung gerufen werden sollte – wenn nicht das Coronavirus gekommen wäre.