30 Jahre Wegberger Pizzeria Bella Mia

Hauptstraße in Wegberg : Pizzeria Bella Mia feiert 30. Geburtstag

Zu Beginn war der Familienbetrieb im Stadtzentrum der erste seiner Art. Noch heute kommen viele Stammgäste der ersten Stunde.

Teresa Pondrandolfo und ihr damaliger Ehemann Nico hatten vor 30 Jahren mit einer kleinen Pizzeria mit Stehtisch und Lieferdienst in der heutigen Karmelitergasse angefangen. „Die Pizzeria wurde sehr gut angenommen“, erzählt Teresa Pondrandolfo rückblickend, „sie war eine Neuheit in Wegberg.“

Im Stadtzentrum war sie die erste ihrer Art. Jetzt feiern die Betreiber der Pizzeria „Bella Mia“ 30-jähriges Bestehen. Die Pizzeria befindet sich seit mehr als 25 Jahren in größeren Räumen an der Hauptstraße in der Fußgängerzone. Dorthin kommen auch heute noch viele Stammgäste der ersten Stunde, um in gemütlicher Atmosphäre klassische italienische Speisen, Spezialitäten und regionale Weine zu genießen.

 „Viele wollten bei uns auch sitzen, und deshalb haben wir geplant, uns zu vergrößern, und wir haben hier die schöne Immobilie in der Fußgängerzone gefunden“, erzählt die Inhaberin weiter. Als sie sich 1999 in Freundschaft von ihrem Mann trennte, übernahm Bruder Pietro die Tätigkeit als Koch – er ist mit einem Pizza-Bäcker und einer Küchenkraft in der Küche zuständig. Als Weinkenner steht ihr seit einiger Zeit Lebensgefährte Roberto Ballerini zur Seite. Und falls einmal Not am Mann ist, helfen ihre Kinder Mary und Vito gerne aus.

In gastfreundlicher Stimmung nimmt die Familie ihre Gäste auf. In der kleinen Lokalität hat Teresa öfters bei Hochzeiten das Ave Maria gesungen. Nach dem Umzug sind sie oder ihr Bruder als singender Koch spontan zur Keyboardbegleitung aufgetreten und haben Italo-Hits gesungen. Seit das Instrument aufgrund des Umbaus 2014 seinen Platz räumen musste, singen sie noch zu Silvester oder bei privaten Partys allein oder zusammen.

Zudem trägt die Inneneinrichtung mit Muscheln an Säulen und Palmen auf der Terrasse viel zu einem südländisch entspannten Flair bei. Besonders im Sommer herrsche mit dem nahen Rauschen des Brunnenwassers eine zusätzliche mediterrane Atmosphäre, schwärmt Roberto Ballerini. Auf den Tisch der Gäste kommen Gerichte der Menükarte, die Standards italienischer Küche in guter Qualität beinhaltet. Dazu gibt es auf der Tafel aufgeführte, regelmäßig wechselnde Speisen, die nicht so alltäglich sind und nach alten italienischen Rezepten, auch von der Mutter der Geschwister, gekocht werden. Als relativ saisonunabhängig zählt Pietro Pondrandolfo etwa in Salbei und Butter geschwenkte Trüffel-Ravioli auf, garniert mit Parmesanraspeln, oder Dorade-Filets mediterraner Art, die mit Kapern, Cherry-Tomaten, Oliven und gefüllten Folienkartoffeln serviert werden. Muscheln italienischer Art mit Cherry-Tomaten, Knoblauch, Weißwein und geröstetem Brot gibt es bis April – ein Gericht, das vorbestellt werden sollte. Roberto Ballerini empfiehlt dazu gute Weine, die zu den Gerichten passen. Es sind vor allem Traditionsweine aus der Toskana, wo er herkommt, und aus der Region Apulien an der südlichen Adria-Küste, die den Absatz des Stiefels bildet. Dort sind die Pondrandolfos zu Hause, und Teresa und Pietro pflegen nach wie vor ihre familiären Bande dorthin. Ebenso kommt immer wieder ihre Mutter zu Besuch nach Wegberg.

„Wir haben überwiegend Stammgäste und im Sommer mehr Laufkundschaft als im Winter“, erzählt Teresa Pondrandolfo, wobei sie mittags und abends das gleiche Angebot haben, „wir sind eigentlich sehr zufrieden mit dem Publikumsaufkommen, da die Leute häufig gezielt hierhin kommen.“