Zehn-Kilo-Bombe im Wald bei Wassenberg-Birgelen gefunden

Birgelen : Zehn-Kilo-Bombe im Wald gefunden

Kampfmittelräumdienst konnte die Bombe ohne Entschärfung abtransportieren.

Im Birgelener Wald unweit vom Ossenbrucher Weg hat ein Spaziergänger am Mittwochmittag die ihm verdächtig vorkommende Spitze einer Bombe oder Granate aus dem Laub am Boden ragen sehen. Er tat genau das Richtige, wie Ordnungsamtsleiter Norbert Schiefke berichtete, und informierte die Polizei. Die traf wenig später am Ort ein und verständigte, wie bei solchen Funden üblich, den Kampfmittelräumdienst und das Ordnungsamt der Stadt, dessen Außendienst ebenfalls anrückte. Nach Eintreffen der Kampfmittelspezialisten stellte sich heraus, dass es sich um eine britische Zehn-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte. Sie musste allerdings nicht vor Ort entschärft werden, sondern wurde als transportfähig eingestuft. Schiefke erläutert, dass es zentrale  Vernichtungsstellen für derartige Funde gibt, bei denen keine unmittelbare Explosionsgefahr besteht.

„Solche Funde sind in unserem, im Krieg heftig umkämpften Gebiet keine Seltenheit“, sagt Schiefke. Oft  würde bei den Routineuntersuchungen des Kampfmittelräumdienstes, etwa bei der Erschließung neuer Wohngebiete, Munition im Boden gefunden. „Für uns sind solche Funde fast Tagesgeschäft und nichts Sensationelles. Das sieht natürlich bei großen Fliegerbomben-Funden in Wohnbereichen anders aus, wo umfangreiche Evakuierungen nötig werden“, räumt Schiefke ein. Dennoch sei kein Fund von vornherein zu verharmlosen. „Wer Verdächtiges entdeckt, sollte umgehend Polizei oder Ordnungsamt informieren und nicht  am Fund herumhantieren“, warnt Schiefke. „Besser es stellt sich eine vermeintliche Bombe später als kaputter Eimer heraus als umgekehrt.“