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Wassenberg: Wie Menschen mit Handicap mobil gemacht werden

Wassenberg : Wie Menschen mit Handicap mobil gemacht werden

Im Rahmen der Visitation besuchte der Aachener Weihbischof Johannes Bündgens das Autohaus Sodermanns.

Der Aachener Weihbischof Johannes Bündgens ist in diesen Tagen oft in Wassenberg anzutreffen - es ist Zeit für die Visitation einer Pfarrei, die im Bistum Aachen eine lange Tradition hat.

Die Visitation führte den Weihbischof auch zum Autohaus Sodermanns. Dass Frank Sodermanns und sein Team seit vielen Jahren erfolgreich dafür sorgen, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen mobil werden, ist hinlänglich bekannt. Beim Besuch blieb Bündgens lange sprachlos - aus gutem Grund. Nachdem er Frank Sodermanns merklich aufmerksam zugehört hatte, sagte der Weihbischof: "Die individuellen Lösungen, die Sie für die Menschen mit Behinderungen entwickeln, beeindrucken mich sehr. Es ist die Gesellschaft, die die Bedürfnisse produziert. Zu diesen Bedürfnissen zählt die Mobilität, die wichtig ist." Zudem gehe es auch um die Themen Integration und Partizipation, sagte der Aachener Weihbischof bei seinem Besuch im Wassenberger Autohaus weiter.

Sodermanns bot dem Weihbischof, der von Pfarrer Thomas Wieners begleitet wurde, einen anschaulichen Blick auf sein Unternehmen. "Technisch ist alles möglich. Körperliche Beeinträchtigungen können wir durch Technik kompensieren", erklärte Sodermanns. Doch dies sei eben nur die eine Seite der Arbeit, die sein Autohaus leiste - bei der anderen gehe es vielmehr darum, die Menschen, die zu ihm als Kunden kommen, zu verstehen, sich in sie hineinzuversetzen. Dafür sei ein sehr hohes Maß an Sensibilität und Einfühlungsvermögen nötig. "Nur so schaffen wir es, ein Fahrzeug zu entwickeln, das die Menschen mobil macht", so Frank Sodermanns. Und: "Längst haben wir auch erkannt, im Rahmen vieler Fortbildungen die verschiedenen Krankheitsbilder verstehen zu lernen. Auch das hilft, Lösungen entwickeln zu können."

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Nachdem Weihbischof Johannes Bündgens die hauseigene Fahrschule kennengelernt hatte, durfte er dann auch selbst versuchen, ein Auto per Touchscreen zu starten. So bekam er ein Gefühl dafür, wie wichtig die Arbeit des Autohauses ist, das Kunden aus ganz Deutschland bedient.

(RP)