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Wassenberg: Weihnachtliches Konzert mit dem Quartettverein Myhl

Quartettverein Myhl : Weihnachtliche Stimmung auf drei Arten

Zum 21. Mal veranstaltete der Quartettverein Myhl sein Weihnachtskonzert. In diesem Jahr waren auch die „Gruppe Sonnenschein“ mit Panflöte und Gesang und die Jazzband „Streetlight“ eingeladen.

Nachdem das letztjährige Konzert im Zeichen des Abschieds vom langjährigen Chorleiter Hermann Kitschen stand, präsentierte sich der Chor in diesem Jahr erstmals mit seiner neuen Leiterin Alexandra Hillebrands. Sie leitet den Chor seit Jahresbeginn. Mit weihnachtlichen Liedern wie „Träume unterm Christbaum“, Klassikern wie „Ave Maria“ und „Tochter Zion“, stimmte der Chor die Zuhörer am 3. Adventssonntag auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Er zeigte jedoch auch ein Repertoire an Gospels wie „Kum ba yah“, „O happy day“ und „Rock my soul“ sowie an südafrikanischen und dalmatischen Volksweisen.

„Es soll schon abwechslungsreich sein, nicht nur salbungsvoll und mit ruhiger Liederauswahl zu Weihnachten,“ erklärt Hillebrands, die urspünglich aus Holzweiler stammt. Es ist ihr wichtig, auch anspruchsvolle Lieder mit Harmonien und moderne Sachen in petto zu haben. Diffizil dabei ist, dass viele moderne Lieder nicht einfach zu singen sind, weil sie schwierig gesetzt sind. „Es soll eben auch klingen und zum Chor passen,“ sagt sie. „Man muss immer schauen, was geht, auch was die verschiedenen Sprachen betrifft.“

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Die russischen Lieder hat der Chor selbst mitgebracht. „Diese haben ihm schon immer gut gelegen, das sollte man dann auch weiter pflegen,“ meint sie. Für sie selbst ist es etwas Neues, umgekehrt hat auch sie viele Sachen mitgebracht, beispielsweise das englische „Winter Wonderland“ oder das etwas jazzigere „Durch den Winterschnee zieht die Weihnachtsfee“.

„In die Liedauswahl lasse ich mir nicht hineinreden“, sagt sie und lacht, sie freue sich jedoch über Vorschläge. Diese müssten jedoch dem Potenzial des Chores entsprechen. Wenn, wie momentan, wenige Tenöre im Chor singen, sind Stücke, die eine herausragende Oberstimme vorgeben, nicht machbar.

Ergänzend zur Chormusik performte die Jazzband „Streetlight“ aus Geilenkirchen eine Bandbreite an flotten Jazzstücken wie „Street Live“ von Joe Sample oder „Memories of Tomorrow“ von Keith Jarret. Mit ihrem Kontrastprogramm integrierten sie einen anderen Stil in das Weihnachtskonzert.

Zudem entlockte Maarten Sonnenschein seiner Panflöte besinnliche und spritzige Weisen. Mit Präzision glitten seine Lippen rasch über die Panflötenröhrchen und erfreuten die Zuhörer mit Stücken wie „Air“, von Sebastian Bach oder „O holy night“ von Adolphe Adam. Unterstützt wurde er von seiner Gruppe mit Gesang und Gitarre.

Alexandra Hillebrands, die in Mönchengladbach lebt, kann auf reichlich Erfahrung zurückgreifen. „Seit meinem 20. Lebensjahr leite ich Chöre, meist Kirchenchöre. Oft springe ich auch vertretungsweise als Chorleiterin ein – wie momentan in Klinkum.“ In jungen Jahren absolvierte sie das C-Kirchenmusikstudium für nebenberufliche Organisten, das die Ausbildung zum Chorleiter beinhaltet. Hauptberuflich ist sie Lehrerin am Berufskolleg. „Durch das Studium habe ich in erster Linie gemischte Chöre leiten gelernt – doch das ist völlig egal, Hauptsache, sie singen schön!“