Hedwig Wolters aus Wassenberg Neues Ehrenmitglied für den Heimatverein

Wassenberg · Kürzlich feierte Hedwig Wolters ihren 100. Geburtstag. Extra zu diesem Anlass hatte der Heimatverein Wassenberg ein besonderes Geschenk für sie.

 Der Vorstand des Heimatvereins Wassenberg hat Hedwig Wolters (unten, r.) zum Ehrenmitglied ernannt.

Der Vorstand des Heimatvereins Wassenberg hat Hedwig Wolters (unten, r.) zum Ehrenmitglied ernannt.

Foto: Ruth Klapproth

Ehrenmitglieder sind in den Reihen des Heimatvereins Wassenberg sicher zu finden, aber keines, das schon den 100. Geburtstag feiern durfte. Hedwig Wolters feierte erst kürzlich diesen ganz besonderen Geburtstag im großen Kreis. „Einmalig“, sagt sie, „ich kann dat nit beschreiben, wie schön dat war“, fasst die Jubilarin noch sichtbar hocherfreut zusammen. Klar ist auf jeden Fall: Sie zehrt von der Feier mit nahezu 100 Gästen, die viele schöne Glückwünsche, Blumen und ein tolles Programm vorbereitet hatten, um der nun 100-jährigen Wassenbergerin ein unvergessliches Fest zu ermöglichen und ihr eine riesige Freude zu bereiten.

Und jetzt kommt der Heimatverein Wassenberg und schließt sich den Gratulanten an. „100 Jahre werden nicht viele Leute, das ist großartig. Darum haben wir uns im Vorstand überlegt, womit wir dich erfreuen können“, sagte nun Walter Bienen, der Vorsitzende des Heimatvereins. Das heißt im Klartext: Die Wassenberger ernannten Hedwig Wolters zum ersten Ehrenmitglied des Heimatvereins, dass 100 Jahre alt ist. Neben der Urkunde gab es zusätzlich den Bildband, den der Heimatverein zu 750 Jahre Stadt Wassenberg herausgegeben hatte.

Gleich vier Vorstandsmitglieder, Walter Bienen, Oliver Hermanns, Agnes Basten und Walter Brehl, würdigten das jahrzehntelange Engagement von Hedwig Wolters. Im besonderen Fokus: die Plattdeutsch-Abende, die immer wieder, wenn auch heute nicht mehr vom Heimatverein, sondern vom Quartettverein Myhl organisiert, viele Menschen zusammenführen, um die heimische Mundart zu fördern. Was Hedwig Wolters damals kennzeichnete: Mit sehr viel Enthusiasmus bereicherte die Jubilarin viele, viele Ausgaben des Abends. Und zwar gänzlich ohne Konzept, weil Hedwig Wolters die große Gabe hatte, sozusagen „frei Schnauze“ zu reden und so für viel Begeisterung zu sorgen. Und immer wieder sprengte die gebürtige Effelderin den zeitlichen Rahmen, was wiederum kein Problem war, denn: Sie unterhielt das Publikum auf einzigartige Weise.

Auch ihr mittlerweile verstorbener Ehemann Jakob Wolters, noch immer bekannt als Heimatkundler und damaliger Ratsherr der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wassenberg, war stets mit dabei, die Belange des Heimatvereins zu fördern. Wie Agnes Basten anmerkte: „Er hat so viele Fotos für den Heimatverein gemacht, die für die Nachwelt erhalten sind, das ist schön.“ Generell haben sich die Eheleute Wolters um ihre Mitmenschen gekümmert, sich ehrenamtlich eingesetzt, auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Darüber hatte Hedwig Wolters unlängst im Vorfeld ihres besonderen Geburtstages gesprochen. Was ihr dabei unter anderem noch gut in Erinnerung ist: Sie hat noch im hohen Alter beispielsweise lange die Bewohnerinnen und Bewohner des Wassenberger Johanniterstifts besucht, sie auf unterschiedliche Art und Weise betreut. Ein wertvoller Dienst im Ehrenamt, den nun auch der Heimatverein mit der Ehrenmitgliedschaft würdigte.