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Wassenberg: Investoren klagen im Windrad-Streit

Wassenberger Kommunalpolitik : Investoren klagen im Windrad-Streit

Vor dem Rat der Stadt Wassenberg verkündete Bürgermeister Marcel Maurer diesen nächsten Schritt. Der Hintergrund ist die ablehnende Haltung des Kreises Heinsberg.

Der Kreis Heinsberg lehnt den Bau der geplanten vier Windräder im Birgelener Wald ab. Das ist ebenso bekannt wie die Tatsache, dass die Stadt Wassenberg dem Kreis widerspricht und sich für den Bau der Windenergieanlagen, für die eigens eine Konzentrationsfläche mit so genannter Ausschlusswirkung eingerichtet wurde, um Windrad-Wildwuchs zu vermeiden, klar ausspricht. Damals hatte sich übrigens auch die SPD im Rat der Stadt Wassenberg für den Bau der Windenergieanlagen ausgesprochen. Mittlerweile hat sich diese Haltung geändert, wie Fraktionsvorsitzende Raja Schiffmann bereits gesagt hatte.

Nun hat sie die Stadt Wassenberg und Bürgermeister Marcel Maurer erneut angeschrieben, weil Klageverfahren nun nicht mehr ausgeschlossen sind. Konkret heißt das: Marcel Maurer kündigte in der Sitzung des Stadtrates an, dass die Investoren Klage gegen den Ablehnungsbescheid erhoben haben. Die Sozialdemokraten fordern jetzt Akteneinsicht – gesichtet werden sollen vorliegende Gutachten sowie auch die Potenzialanalysen. SPD-Fraktionsvorsitzende Raja Schiffmann führte dazu weiter aus: „Der Wassenberger Wald ist das Herzstück der Stadt. Das sehen sicher viele Menschen so.“

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Die Sozialdemokraten sprechen sich für eine alternative Konzentrationsfläche im Stadtgebiet aus, allerdings hatte Bürgermeister Marcel Maurer bereits erklärt, eine Potenzial­analyse im Zusammenhang mit der Ausweisung der aktuellen Fläche habe ergeben, dass es keine alternative Fläche auf Wassenberger Stadtgebiet gebe. Maurer: „Das liegt darin begründet, dass nach den rechtlichen Vorgaben von jeder einzelnen Kommune gefordert wird, der Windenergie in substanzieller Weise Raum zu verschaffen, was eine gewisse Mindestgröße für die Ausweisung einer wirksamen Konzentrationsfläche mit Ausschlusswirkung voraussetzt, die im Stadtgebiet an anderer Stelle nicht zu verwirklichen sein dürfte.“ Fakt ist: Noch lange nicht ist das letzte Wort in Sachen Windräder im Wassenberger Wald gesprochen. Fakt ist aber letztlich auch, dass sich durch die von den Investoren der Windenergieanlagen im Birgelener Wald angestrebte und mittlerweile auch eingereichte Klage die Sache rund um erneuerbare Energien zeitlich extrem verlängern wird.