Wassenberg: Instrumentalverein Effeld mit Konzert

Konzert: Festliche Bläsertöne in der Herz-Jesu-Kirchenkuppel

Der Instrumentalverein Effeld gab in der Herz-Jesu-Kirche ein Adventskonzert – das war so gut besucht, dass einige Besucher sogar stehen mussten.

Die Herz-Jesu-Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Instrumentalverein Effeld hatte zum traditionellen Adventskonzert geladen, und sehr viele waren gekommen.

Vor dem Beginn verkürzte der Nachwuchs mit Soloauftritten die Wartezeit der früh gekommenen Gäste. Matthias Nießen (Posaune), Jakob Sonntag (Klarinette), Maximilian Bierwich und Vinzent van der Beeck (Hörner) und der ganz junge Philipp Sonnag (Pauke) zeigten, dass sie am Anfang einer erfolgreichen Musikkarriere stehen. Auch wenn der eine oder andere Ton noch nicht glasklar getroffen wurde, mit diesem Nachwuchs kann der Instrumentalverein hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

„Wir haben dennoch Nachwuchssorgen“, gestand Hubert Ramakers. Vor kurzem wurde das Konzept für die musikalische Früherziehung ein wenig umgestellt. Wenn die Kinder, die bereits im Kindergarten von zwei Kräften behutsam an die Musik herangeführt werden, in der Grundschule ihre Instrumente erhalten, sind diese aus Plastik. „Man hört praktisch keinen Unterschied, aber die Instrumente sind deutlich leichter“, erklärte Ramaker den Hintergrund.

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Mit launigen Worten, einigem Humor, aber auch nachdenklichen Worten moderierte er die jeweiligen Stücke an. Die Jupiter-Hymne von Gustav Holst sprach mit ihren mächtigen Klängen für sich selbst, bei Last Christmas von George Michael drehten die Musiker zum ersten Mal richtig auf. Unter der Leitung des Wassenberger Dirigenten Thomas Lindt bewiesen die Musiker bei The Nightmare before Christmas, dass auch sie mit verschiedenen Tempi und nicht ganz so eingängigen Melodien durchaus zurecht kommen.

Der Instrumentalverein Effeld besteht seit 1957, diesmal füllten 45 Musiker zwischen 13 und 66 Jahren mühelos die Kirche mit ihren Klängen. Einstudiert hatten sie die zehn Stücke seit den Sommerferien, eine Probe in der Woche muss reichen. Dirigent Thomas Lindt hatte indes keine Mühe mit seinem Ensemble, Einsätze und Tempi stimmten. Einzig die Klarinetten und Querflöten hatten es mitunter ein wenig schwer, sich gegen die Wucht von Posaune, Tuba und Euphonium durchzusetzen.

Die Stücke wie die Nussknacker Suite von Peter Tchaikovsky und Feliz Navidad von José Feliciano brauchten kaum einführende Worte, die Fußspitzen der Zuhörer hoben und senkten sich von alleine. Ein wenig schräg auch zur lockeren Atmosphäre des Abends passend erzählte Pascal Schüren die makabre Weihnachtsgeschichte von Loriot. Die Lacher bewiesen, dass er den Ton getroffen hatte.

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