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Wassenberg: Glaubenswoche in Pfarrei St. Marien Wassenberg

Glaubenswoche in St. Marien Wassenberg : Den Glauben neu entwickeln

In der Pfarrei St. Marien Wassenberg findet vom 28. März bis 4. April die von Pater Manfred Krause konzipierte Glaubenswoche statt. Der Titel der Woche in Birgelen lautet „Die Unbegreiflichkeit Gottes“.

 „Die Unbegreiflichkeit Gottes“, mit diesem Titel ist die Glaubenswoche überschrieben, die die Pfarrei St. Marien Wassenberg von Samstag, 28. März, bis Samstag, 4. April, in Birgelen, Kirche St. Lambertus und Pfarrheim, veranstaltet. Impulsgeber in der Glaubenswoche ist Pater Manfred Krause von der Steyler Mission.

Krause hat sich bei den Planungen vom katholischen Theologen Karl Rahner leiten lassen. Rahner hat gesagt: „Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten.“ Pater Manfred Krause hat dies so für sich gedeutet: „Dies heißt ja, nicht ständig nach fertigen Antworten zu suchen, sondern sich einzugestehen, Gott nicht zu kennen. Wir müssen Gott immer neu entdecken. Wenn wir an Gott glauben, werden wir ihn in vielen Situationen neu kennenlernen oder sogar verwerfen. Das und mehr wollen wir in der Glaubenswoche zur Sprache bringen.“

Jeder Interessierte ist eingeladen, sich an der Glaubenswoche zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos, und auch nur einzelne Termine können besucht werden. Wichtig ist Manfred Krause eines: „Ich habe keine spezielle Zielgruppe vor Augen. Angesprochen sind alle Christen, die sich mit ihrem eigenen Glauben auseinandersetzen und die auf der Suche nach Gott sind.“ Jeder Tag beginnt um 7 Uhr mit einem Morgen­impuls, danach kommen die Gläubigen mit Pater Manfred Krause zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen, bei dem die Teilnehmer in die Diskussion zum Thema einsteigen können, ehe täglich um 19 Uhr eine Messe in der katholischen Kirche St. Lambertus in Birgelen den Tag beschließt.

Diese Themen hat Pater Manfred Krause für die Glaubenswoche vorgesehen: Samstag, 28. März: 19 Uhr Eröffnungsmesse „Gott – wie ein Regenschirm?“ (nach jeder Messe besteht die Möglichkeit zum Austausch), Montag, 30. März: 7 Uhr Morgenimpuls „Glauben – was ist das?“, 19 Uhr Messe „Gott ist anders als du denkst“, Dienstag, 31. März: 7 Uhr Morgenimpuls „Gott im brennenden Dornbusch“, 19 Uhr Messe „Wie kann ich Gott erfahren?“, Mittwoch, 1. April: 7 Uhr Morgenimpuls „Gott zu Gast bei Abraham“, 19 Uhr Messe „Gott – einer oder drei?“, Donnerstag, 2. April: 7 Uhr Morgen­impuls „Gott, der Fußwäscher“, 19 Uhr Messe „Gott – mächtig und ohnmächtig zugleich?“, Freitag, 3. April: 7 Uhr Morgenimpuls „Von schwerem Leid geprüft: Ijob“, 19 Uhr Messe „Wenn Gott gut ist, warum dann Leid und Tod?“, Samstag, 4. April: 7 Uhr Morgenimpuls „Der Mensch, Gottes Abbild“, 19 Uhr Messe „Ist Gottes Barmherzigkeit maßlos?“.

Ganz bewusst hat Pater Manfred Krause unterschiedliche Themen ins Programm aufgenommen. als Beispiel nennt Krause das Thema der Eröffnungsmesse: „Bei dem Regenschirm habe ich mich an eine Anekdote erinnert, wo jemand bei Regen den Schirm vergisst und dann eben in eine unangenehme Lage kommt, weil er nass wird. Auf Gott bezogen könnte das heißen, dass wir nur dann an Gott denken, wenn es dunkel ist, es uns also schlecht geht.“ Überhaupt will Krause mit den Teilnehmern generell erörtern, inwiefern der Mensch Gott für etwas verantwortlich macht und wofür sich der Mensch selbst verantworten muss und sollte. Unterm Strich ist klar: Jeder Gläubige definiert Gott für sich persönlich. Krause: „Die Frage ist, ob dies dann mit dem übereinstimmt, was Jesus uns über Gott sagt?“ Wichtig aus Krauses Sicht ist, dass sich der eigene Glaube entwickeln muss. „Wir müssen sehen, wie man alte Glaubenswahrheiten neu ausdrücken kann. Auch dazu soll die Glaubenswoche ein Instrument sein, um in dieser Hinsicht neu auf den Weg zu kommen.“