Wassenberg: Friedenskreuz an neuer Stelle in der Oberstadt

Ort des Gebets in der Wassenberger Oberstadt : Einsegnung des Friedenskreuzes

Schon 1947 wurde das Kreuz in der Wassenberger Oberstadt als Mahnung an die Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg errichtet.

Das Friedenskreuz, das einzige Wegekreuz in der Wassenberger Oberstadt, hat einen neuen Standort bekommen. An diesem – der alte befand sich auf der anderen Straßenseite – ist nun ausreichend Raum für Besucher und betende Gruppen gegeben. Außerdem lieferte Sepp Becker vom Wassenberger Heimatverein wertvolle Informationen, eine Urkunde und ein altes Bild, die nun auf einer begleitenden Texttafel nachgelesen werden können. Die Segnung des verlagerten Wegekreuzes erfolgte durch Probst Thomas Wieners.

1947, im Gründungsjahr der St.-Marien-Bruderschaft in der Oberstadt, wurde der Beschluss gefasst, ein Wegekreuz für den Frieden zu errichten – als Mahnung und in Erinnerung an das, was sich wenige Jahre zuvor während des Zweiten Weltkriegs zugetragen hatte. Das erste Kreuz stand auf dem Grundstück von Familie Paul Wilms an der Bundesstraße 221. 1953 wurde dieses schlichte Birkenkreuz durch eines aus Eiche ersetzt, das Paul Wollenweber geschnitzt hatte. Durch die Initiative des Ehrenvorsitzenden der Bruderschaft, Richard Essers, wurde dieses 2016 durch ein neues ersetzt, das nach der Vorlage des alten Kreuzes von Mitgliedern der Bruderschaft in Eigenleistung hergestellt wurde. Dieses steht nun auf der anderen Seite der B 221.

Der St.-Marien-Bruderschaft zieht ebenso jährlich dort vorüber wie sie sich um die Pflege des Kreuzes und des neuen Corpus von Jesus am Kreuz kümmert. Das erneuerte Friedenskreuz wurde durch Spenden von Vereinen und Bürgern finanziert und steht auf einem städtischen Grundstück.

(RP)
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