Wassenberg im Fußballfieber Elfmeterschützen sorgen für gute Stimmung

Orsbeck · Die Siegschützen der türkisch-islamischen Gemeinde verwandelten bei den ersten Stadtmeisterschaften im Elfmeterschießen in Orsbeck gekonnt die Elfmeter und wurden damit ungeschlagen zu verdienten Turniergewinnern gekürt.

Torschütze Fabian Hoffmann von der Löschgruppe Orsbeck beim Schuss gegen den Torwart der Wassenberger Squirrels.

Torschütze Fabian Hoffmann von der Löschgruppe Orsbeck beim Schuss gegen den Torwart der Wassenberger Squirrels.

Foto: Ruth Klapproth

Konzentration, Schuss, Tor – dass nicht nur aktive Fußballerinnen und Fußballer Elfmeter verwandeln können, das bewiesen die verschiedenen Gruppen bei der ersten offiziellen Stadtmeisterschaft im Elfmeterschießen in Orsbeck. Passend zur laufenden Fußball-Europameisterschaft war das ausgebrochene Fußballfieber auch auf dem Kunstrasenplatz des 1.FC Wassenberg-Orsbeck zu spüren – mit jeder Menge Spaß und der Leidenschaft im Bein bewiesen die Elfmeterschützen ihr Können am Ball und das ganz ohne – das versprach der erste Vorsitzende des Vereins, Thomas Wirtz, schon im Vorfeld – „Gerenne und Getrete“

Am Abend vor den Jugendturnieren kam man also zusammen, um gemeinsam den Ballsport zu feiern und Spaß zu haben. In den Jahren zuvor sei der Freitagabend vor dem traditionellen Turnier immer ein Problem gewesen, erklärte Thomas Wirtz. In diesem Jahr hatte man sich also dazu entschieden, ein Elfmeterturnier zu veranstalten – mit dabei waren acht Gruppen, die von verschiedenen Wassenberger und Orsbecker Vereinen gestellt wurden.

Der Wassenberger Baseball-Verein konzentriert sich normalerweise auf einen besonders im amerikanischen Raum beliebten Ballsport, doch dass das Ganze auch mit dem Fuß funktioniert, bewiesen die Sportler – trotz guter Leistung war nach dem Viertelfinale Schluss für die Truppe des BSV.

Der Unabhängige Karnevalsverein Orsbeck brachte gleich drei Gruppen mit auf den Kunstrasenplatz: Es traten eine gemischte UKV-Gruppe, die erste Garde und die Pearlys, eine Frauentanzgruppe des Karnevalsvereins, an. Melanie Thönnißen von den Pearlys erklärte während des Turniers: „Wir wollen zeigen, dass auch Frauen in den besten Jahren an Fußballturnieren teilnehmen können“. Von den Niederlagen gegen die anderen Gruppen ließen die Tänzerinnen sich nicht unterkriegen: „Wir glänzen auch so ohne Tore“ und „Wir sind die Siegerinnen der Herzen“, scherzten die Karnevalistinnen. Für jede Menge Stimmung und Spaß auf dem Platz sorgten sie allemal.

Dabei waren außerdem noch die Löschgruppe Orsbeck und die Ditib-Gemeinde aus Wassenberg. Team Ditib schien ein unschlagbarer Gegner für die anderen Teams zu sein – die Fußballer bewiesen ihr Können am Ball und überzeugten mit Technik und Raffinesse. Ungeschlagen durchliefen sie die Gruppenphase und gewannen das Viertel- und Halbfinale mit 3:1 gegen die Pearlys und knapp mit 5:4 gegen das Team des DJK Wassenberg. Im Finale ging es für Team Ditib dann gegen die Gruppe des Tennisclubs Blau-Gold. Die Favoriten konnten dabei vier von fünf Treffern verwandeln, während die Gegner, die sonst am liebsten den Tennisschläger in der Hand halten, nur zwei Treffer erzielen konnten. Die Siegschützen der türkisch-islamischen Gemeinde verwandelten gekonnt wie einst Alessandro del Piero oder Mario Balotelli die Elfmeter und wurden damit ungeschlagen zu verdienten Turniergewinnern gekürt – sie könnten wohl locker als Bayer Leverkusen des kleinen Orsbecker Wettbewerbs durchgehen.

Thomas Wirtz zeigte sich zwar zufrieden mit der Teilnahme an der ersten Stadtmeisterschaft im Elfmeterschießen, er erhoffe sich, das betonte er, allerdings im nächsten Jahr noch mehr Teilnehmer aus umliegenden Ortschaften. Das Turnier soll sich also in den nächsten Jahren als fester Bestandteil der Orsbecker Jugendturniere im Sommer etablieren. Dabei sollen, das betonte der Jugendgeschäftsführer, besonders der Spaß am Fußball und die Geselligkeit im Vordergrund stehen.

Mit den Jugendturnieren der D-, E-, F- und C-Jugenden, dem Bambini-Turnier und dem Kalthöfer-Cup am Samstag und Sonntag wurde dann das Fußballwochenende perfekt – der Ehrgeiz der Fußballerinnen und Fußballer übertrug sich auch auf die Zuschauer am Spielfeldrand. Im Anschluss an die eigenen Spiele wurde dann noch gemeinsam auf einer großen Leinwand das Spiel der deutschen Nationalelf gegen Dänemark geschaut. Der Sieg der DFB-Jungs hätte da wohl passender nicht kommen können – es bleibt die Vorfreude auf das Turnier im nächsten Jahr und die Hoffnung auf eine zuvor gewonnene Europameisterschaft.