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Wassenberg: Wassenberg denkt über ein Ehrenamtsfest nach

Wassenberg : Wassenberg denkt über ein Ehrenamtsfest nach

Wird es in Wassenberg künftig ein Ehrenamtsfest geben? Möglicherweise, vielleicht aber auch eine Würdigung ehrenamtlichen Engagements in anderer Form.

Zumindest beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung kürzlich, dass sich der Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport mit dieser Anregung der SPD-Fraktion beschäftigen soll. Die SPD hatte einen "Antrag auf stärkere Würdigung des Ehrenamtes" gestellt. Nach Meinung der Fraktion sollten "die Ehrenamtler(innen) eine noch stärkere Würdigung erfahren" als nur durch die Verleihung der Ehrenamtskarte, die möglicherweise nicht alle Engagierten erreiche und nicht von allen in Anspruch genommen werden könne.

Ende 2012 hatte die Stadt per Vertrag mit dem Land die NRW-Ehrenamtskarte in Wassenberg eingeführt, die die Vereine für engagierte Ehrenamtliche, die mindestens fünf Stunden pro Woche im Einsatz sind, beantragen können. Sie gilt landesweit und bietet vergünstigten oder freien Eintritt in Einrichtungen aus dem Bereich Freizeit, Sport und Kultur. Bislang nutzte die Stadt unter anderem die Sportlerehrung zur Übergabe der Karten. 19 der auf drei Jahre befristeten Karten sind zurzeit nach Mitteilung der Stadt ausgegeben.

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Die SPD denkt an ein "Danke-Fest" speziell fürs Ehrenamt und regt an: "Wie dies konkret aussehen kann, sollte interfraktionell in Zusammenarbeit mit der Verwaltung erarbeitet werden." Zahlreiche Menschen würden sich ehrenamtlich in der Stadt einsetzen, sie seien aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken, "machen eine positive Außenwirkung der Stadt Wassenberg überhaupt erst möglich". Die SPD nennt beispielhaft den Einsatz des Heimatvereins im Bergfried und die Ehrenamtlichen, die die Bürgerbücherei Bücherkiste organisieren, aber auch Vereinsengagement etwa im Sport oder Einsatz in der Flüchtlingshilfe verdienten eine Würdigung. Als Beispiel nennt der Antrag das jährliche Schöffenessen in Erkelenz oder den Bürger-Neujahrsempfang in Übach-Palenberg.

In der Diskussion im Rat warb Markus Schnorrenberg für das SPD-Anliegen. Und stieß auf offene Ohren bei den anderen Fraktionen. Karl-Heinz Dohmen (CDU) nannte auch die Stadt Hückelhoven als Beispiel, die jährlich zum Ehrenamtsfest einlädt. Er konnte sich einen Etatansatz für eine solche Veranstaltung im nächsten Wassenberger Haushalt durchaus vorstellen. Die CDU sah den Fachausschuss als erste Instanz für die weitere Beratung. Dem schloss sich der Rat ohne Gegenstimmen an.

(RP)